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Vergleich kognitiv-behaviorale Therapie und Gestalttherapie
Auf der Basis von vorliegenden Therapievergleichsstudien wurden hier vom Autor metaanalytische Vergleiche zwischen prozess-erfahrungsorientierter/Gestalt- und kognitiv-behavioraler Therapie durchgeführt.
- In den statistischen Einzelauswertungen der Studien fanden sich über alle Erhebungen hinweg fast keine signifikanten Unterschiede zwischen prozess-erfahrungsorientierter/Gestalt- und behavioraler Therapie. Als einziger Unterschied zeigte sich in der Studie von Watson et al. (2003) eine stärkere Verbesserung der interpersonalen Problembewältigung unter prozess-erfahrungsorientierter Therapie gegenüber kognitiv-behavioraler Therapie.
Für die metaanalytischen Vergleiche wurden die Messdaten der Studien nach drei untersuchten Veränderungsbereichen gruppiert: (a) Symptome, (b) Persönlichkeit/Coping/Somatik (c) soziale/relationale/interpersonale Funktionen.
- Auch unter diesen drei Veränderungsbereichen zeigen sich fast keine differentiellen Unterschiede zwischen Gestalt- und kognitiv-behavioraler Therapie. Ausbleibende Unterschiede sind deshalb bemerkenswert, weil die Verhaltenstherapie traditionell eine therapeutische Orientierung auf Veränderungen im Bereich der Symptome der Patienten verfolgt, anders als die Gestalttherapie, die sich als ganzheitliche Therapieorientierung versteht.
- Indessen deutet sich im sozialen/relationalen/interpersonalen Bereich eine stärkere Nachhaltigkeit im Langzeit-Follow-Up für die erfahrungsorientierte/Gestalttherapie an.
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