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Premiumtext: Vorstellungsgespräch

Optimierte Antworten auf 25 Bewerbungsfragen

 

Allgemeine Anmerkungen

  • Grundsätzlich gilt: es gibt keine vollkommen "richtige" oder "falsche" Antworten. Vielmehr muß immer die jeweilige Situation, der konkrete Gesprächspartner und Ihre eigene Verfassung mit berücksichtigt werden. Es ist auch falsch, nur eine einzige Gesprächsstrategie anzuwenden, z.B. "immer offen sein" oder "immer das sagen, was erwartet wird". Vielmehr gilt hier das Prinzip "Sowohl - Als auch" - d.h. eine notwendige Flexibilität in Ihrer Vorgehensweise, je nach Gesprächspartner, erhöht Ihre Chancen um ein Vielfaches.
  • Verleugnen Sie niemals ganz sich selbst. Wenn Sie das Gefühl haben, in eine Zwangslage gebracht zu werden, wenn man beginnt, Ihre Intimsphäre zu mißachten oder wenn Ihr Gesprächspartner sich anderweitig offen destruktiv verhält, so sollten Sie dies klar und deutlich ansprechen und zurückweisen.
  • Achten Sie bei allen Fragen darauf, positiv zu antworten, auch bei solchen Fragen, die nach etwas Negativem, wie z.B. Ihren Schwächen Auskunft verlangen. Es sei denn, Sie entscheiden sich bewußt für das Gegenteil!
  • Zeigen Sie in Ihren Antworten Ihre Entwicklungsschritte auf, die Sie im Laufe Ihres Arbeitslebens gemacht haben. So zeigen Sie, daß Sie an Weiterkommen und persönlicher Entwicklung interessiert sind.
  • Achten Sie auf Ihre Gestik, Ihre Körperhaltung und den Tonfall, während Sie antworten. "Der Ton macht die Musik!" - Betonen Sie selbständiges Denken und Handeln, und vermeiden Sie, sich als fremdbestimmt und übermäßig angepaßt darzustellen (Frage 20, letzte Antwortmöglichkeit z.B.)
  • Seien Sie vorsichtig mit Ironie oder Sarkasmus (Frage 21, letzte Antwortmöglichkeit z.B.)
  • und als letzter Tip: Üben, üben, üben (am besten mit einem Freund oder Partner im Rollenspiel und Videoaufzeichnung)
 

Die einzelnen Fragen mit jeweils ausführlicher Begründung für eine optimierte Antwort und den Punktwerten aus unserem Online-Test (0 Punkte = schlechteste Antwort / 3 Punkte = optimierte Antwort)

 

1. Warum möchten Sie bei uns arbeiten?

0 Punkte
Meine jetzige Tätigkeit hat mich nicht mehr sehr befriedigt; außerdem wollte ich sehr gerne nach B. ziehen, da mir hier das Umfeld gut gefällt.

1 Punkt
Meine persönliche Situation hat sich so entwickelt, dass ich deswegen gerne bei Ihnen arbeiten würde. Außerdem weiß ich, dass Sie eine sehr erfolgreiche Firma sind!

2 Punkte
Ihr Unternehmen besitzt ja eine hervorragende Reputation und ist auch bekannt für anspruchsvolle Innovationen. Ich denke, daß ich aufgrund meiner Neigung und Qualifikation Ihr bestehendes Team sehr gut ergänzen könnte.

3 Punkte
Ihre Art und Weise, ein Unternehmen zu führen, hat mich - wie ich vor kurzem in der Zeitung X lesen konnte - beeindruckt. Zudem hat mir gefallen, wie Sie mit [ABC] umgehen. Das könnte mir und meinen Fähigkeiten gut entsprechen.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Wenn Sie zu Ihrem Interview gehen, werden Sie diese Frage gestellt bekommen. Deswegen ist es von elementarer Bedeutung, dass Sie sich vorher detailliert über die Stelle und die Firma bzw. Institution informiert haben.

Was sind die Pluspunkte der Firma? Was hat sie in der letzten Zeit ausgezeichnet? Welche Herausforderungen muss sie möglicherweise in naher Zukunft bewältigen?

Wenn Sie die Frage beantworten, geben Sie einen Überblick der Ihnen bekannten positiven Qualitäten der Firma. Dabei sollten Sie - wenn möglich - konkrete Beispiele aus der nahen Vergangenheit anführen, wie z.B. die Bereitstellung neuer Dienstleistungen oder die Entwicklung interessanter Innovationen.

Darüber hinaus können Sie z.B. die exzellente Reputation der Firma und die bereichernde Firmenkultur oder Arbeitsatmosphäre erwähnen, die erwarten lassen, dass dadurch Ihre eigenen Fähigkeiten positiv zum tragen kommen.

Bei der Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihre Beweggründe für eine Bewerbung genau auszuloten und aufzuschreiben.

Diese Frage ist grundlegend, und es gibt keine Entschuldigung, wenn Sie keine klare und umfassende Antwort darauf parat haben. Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Motivation für diesen Job durch eine überzeugende Beantwortung dieser Frage und dadurch, wie viel Mühe Sie aufgewandt haben, um eine gute Begründung für Ihre Bewerbung gerade für diese Stelle zu liefern, für den Interviewer deutlich sichtbar und als wesentlich von ihm beurteilt werden wird.

Ihre Antwort könnte z.B. folgendes beinhalten: "Ich schätze meine Arbeit, und Ihre Firma hat ein so außerordentliches Produktangebot und ist für ihre innovativen Entwicklungen bekannt, dass ich wirklich glaube, zu Ihrem Erfolg und dem Wachstum Ihrer Firma beitragen zu können. Dazu kommt, dass ich viele der Werte, die Ihre Firma mit zum Erfolg gebracht haben, teile, so dass ich mir vorstellen kann, mich gut integrieren und Ihr Team in positiver Weise ergänzen zu können."

Dieser allgemeine Ton in der obigen Beispielantwort ist Standard. Was Sie auf jeden Fall zusätzlich überlegen sollten, ist, wie Sie die einzelnen Statements mit praktischen Beispielen ausschmücken könnten, und zwar sowohl bezogen auf die von Ihnen vorab recherchierten Firmenerfolge als auch auf Ihre eigenen Qualitäten.

Sagen Sie nicht einfach..."Ich möchte bei Ihnen arbeiten, weil Ihre Firma erfolgreich ist", sondern belegen Sie dies mit einem persönlichen Beispiel: "Ihre Firma ist sehr erfolgreich...Ich weiß, dass Sie gerade mit Firma X einen Kooperationsvertrag geschlossen haben ... das war meines Erachtens ein ganz wichtiger Schritt von Ihrer Seite aus. Ich erinnere mich, vor einiger Zeit darüber in der Presse gelesen zu haben. So war ich entsprechend motiviert, als ich Ihre Anzeige letzten Monat entdeckt habe, in der Sie neue Mitarbeiter suchen. Das ist der Grund, warum ich hier bin."

 

2. Warum glauben Sie, in Ihrer Laufbahn erfolgreich zu sein?

0 Punkte
Sie können das ja schon aus meinem Lebenslauf entnehmen, daß ich immer bereit war, mich weiter zu entwickeln. Später habe ich dann in den verschiedenen Anstellungen gezeigt, dass ich in der Lage war, das auch einzusetzen, z.B. durch stetigen Arbeitseinsatz, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und mein Bemühen, mich im Kollegenkreis zu integrieren.

1 Punkt
Erfolg ist ja immer auch abhängig von der Situation der Firma und der Unterstützung, die man in seiner Position erfährt. Insofern ist man ja nicht allein dafür verantwortlich. Aber natürlich habe ich, was meine Person angeht, immer den bestmöglichen Einsatz gezeigt und keine Mühe gescheut, wenn es um die Bewältigung von Aufgaben ging!

2 Punkte
Zum Erfolg hat bei mir sicherlich beigetragen, daß ich mich nie nur auf das konzentriert habe, was man als selbstverständlich von einem Mitarbeiter erwarten konnte, sondern darüber hinaus mich bemüht habe, spezielle Kompetenzen, die heutzutage gefragt sind, auszubauen und zu entwickeln, wie z.B. [ABC] und [ABC].

3 Punkte
Ich denke, es gibt drei wichtige Dinge, die bisher zu meinem Erfolg beigetragen haben. Zum ersten macht mir meine Arbeit Spaß, und [ABC] Außerdem denke ich, daß [ABC] Schließlich bin ich davon überzeugt, daß [ABC] Zum Beispiel, als ich noch für die Firma X gearbeitet habe...

 

Erläuterung zu dieser Frage

Wenn Ihnen der Interviewer diese Frage stellt, möchte er eigentlich wissen, was Sie "innerlich antreibt". Welche "Kernfähigkeiten" besitzen Sie, die dazu beitragen, daß Sie Erfolg in Ihrem Beruf haben?

Auch hier sollten Sie sich gut auf die Beantwortung dieser Frage vorbereitet haben. Sie können sicher sein, daß sie in dieser oder etwas anderer Form gestellt werden wird. Halten Sie die Antwort relativ allgemein und setzen Sie Schwerpunkte. Und versuchen Sie, so viele wünschenswerte Eigenschaften wie möglich zu nennen. Orientieren Sie sich dabei an den heutzutage gefragten "Schlüsselqualifikationen", wie "Kommunikationsfähigkeit", "Teamfähigkeit", "Führungsfähigkeit" u.dgl., d.h. nennen Sie nicht nur die fachlichen Qualifikationen, die Sie besitzen.

Z.B. könnten Sie sagen: "Ich denke, es gibt drei wichtige Dinge, die bisher zu meinem Erfolg beigetragen haben. Zum ersten macht mir meine Arbeit Spaß, und ich glaube, daß ich die notwendige Zielstrebigkeit, Ausdauer und die Bereitschaft, mich einzubringen und auch mich weiter zu entwickeln besitze, um damit zum Vorankommen Ihres Unternehmens beitragen zu können. Außerdem denke ich, daß die Erfahrung, auf die ich bis zum jetzigen Zeitpunkt zurückblicken darf, mir nicht nur das nötige Vertrauen gibt, einen guten Job zu machen, sondern auch den jüngeren Mitgliedern des Teams, mit dem ich zusammenarbeiten werde, Unterstützung und positive Anregungen bieten zu können. Schließlich bin ich davon überzeugt, daß - egal welche Tätigkeit man ausübt - es immer einen Weg gibt, diesen noch besser zu machen und dabei Zeit und Geld zu sparen. Oft ist dieser Weg gar nicht so schwierig. Zum Beispiel, als ich noch für die Firma X gearbeitet habe..."

 

3. Sie haben sich für die Position ... beworben. Was, Ihrer Meinung nach, sind die allgemeinen Voraussetzungen für eine solche Position?

0 Punkte
Die Position erfordert sicherlich einen engagierten und in jeder Hinsicht einsatzfreudigen Mitarbeiter. Zudem jemanden, der sich bemüht, sich in den Kollegenkreis einzubinden.Das trifft auf mich zu.

1 Punkt
Ich habe zwar schon einige Vorstellungen, aber bevor ich hier allzu sehr in Mutmaßungen verfalle, würde ich gerne vorher von Ihnen etwas mehr über die Stelle erfahren.

2 Punkte
ch stelle mir vor, dass in der von Ihnen offerierten Position besonders auf [ABC] Wert gelegt wird. Deswegen würde ich an dieser Stelle Sie gerne fragen, ob die von mir geschilderten Voraussetzungen, was meine Person angeht, auch von Ihrer Sicht aus mit der Stelle harmonieren?

3 Punkte
Nun, aus Ihrem Anforderungsprofil ergibt sich für mich [ABC] und [ABC]. Dies schließt für mich insbesondere auch eigene Verantwortlichkeit und Kooperationsbereitschaft mit ein.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Hier möchte der Interviewer herausfinden, wie gut Sie verstanden haben, was für eine Rolle Sie in der angestrebten Stellung spielen sollen und wie sich dies auf die Abteilung, aber auch auf das gesamte Unternehmen und seine Zielsetzungen auswirkt. Sind Sie sich im wesentlichen darüber im klaren, was genau von Ihnen erwartet wird, und ist Ihnen bewußt, für welche kurz- und langfristigen Ziele Sie motiviert werden sollen?

Dies kann eine entscheidende Frage sein. Wenn sich herausstellen sollte, daß Sie zu wenig über die Verantwortlichkeiten Ihrer neuen Position wissen, kann dies eine "Knock-Out-Frage" werden.

Auch, wenn Sie nur ein 50 %iges Verständnis bei der Beantwortung durchblicken lassen, kann dies bedeuten, daß Sie später ein gehöriges Maß an Training und Einarbeitung brauchen werden, bevor Sie optimal in der neuen Rolle funktionieren. Einige Firmen könnten dies als zu zeit- und kostenaufwendig betrachten; v.a., wenn ein in dieser Hinsicht adäquaterer Kandidat zur Verfügung stehen sollte.

Eine Möglichkeit, diese Frage zu beantworten, ist: "Während die Verantwortlichkeiten eines ... von Firma zu Firma unterschiedlich sein können, glaube ich doch, daß die zentralen Erwartungen folgendes beinhalten: ..."

Wenn Sie gerade die Erwartungen beschreiben, beobachten Sie den Gesichtsausdruck und das allgemeine Verhalten Ihres Gegenübers. Ist er scheinbar zufrieden, oder haben Sie den Eindruck, daß Sie vielleicht etwas Wichtiges ausgelassen haben?

Wenn Sie diesen Eindruck haben, fügen Sie folgendes hinzu: "Ich denke zunächst, daß dies die Hauptverantwortlichkeiten sind; allerdings gibt es sicherlich noch andere, die sich dann ergeben, wenn auch die Umstände entsprechend ausgestaltet sind. Vielleicht darf ich Sie in diesem Zusammenhang fragen, von welchen Bereichen Sie möglicherweise den Eindruck haben, daß ich diese nicht ausreichend erwähnt habe?"

Dies gibt Ihnen die Chance, zu dem vordem Gesagten noch detailiertere Angaben hinzuzufügen.

 

4. Was hat Ihnen an Ihrem letzten Job nicht gefallen?

0 Punkte
Besonders negativ war für mich zum einen die fehlende Unterstützung durch den Vorgesetzten und zum anderen auch die Tatsache, daß ich mich mit meinen Leistungen nicht mehr angemessen honoriert fand.

1 Punkt
Es gab für mich einfach zu wenig Weiterbildungsmöglichkeiten, so daß ich das Gefühl hatte, ich stagniere und komme nicht mehr richtig mit meiner eigenen beruflichen Weiterentwicklung voran.

2 Punkte
Bisher habe ich für eine eher kleine Organisation gearbeitet, wo ich mich auch wohl gefühlt habe - ich konnte mich aber dadurch weniger spezialisieren. In Ihrer Firma - denke ich - habe ich diese Möglichkeit und könnte somit gut zu einer positiven Entwicklung Ihres Unternehmens beitragen.

3 Punkte
Ich war mit meiner letzten Arbeitsstelle ganz zufrieden - tatsächlich gab es aber einen Punkt, wo ich gemerkt habe, daß mehr in mir steckt, als ich dort verwirklichen konnte. Die hier angebotene Position würde sehr viel mehr meinen Möglichkeiten und auch meiner Motivation, etwas Neues zu schaffen, entsprechen.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Wenn der Interviewer diese Frage stellt, möchte er zwei Dinge abklären. Die eine ist, ob Sie eine negative, überkritische Person sind - so wie jemand, der ständig etwas zu meckern hat und immer nur das Defizit in einer Situation sieht. Und zum anderen ist es ein subtiler Versuch, sich ein Bild über eventuelle Schwächen bei Ihnen zu machen!

Wenn Sie zum Beispiel in der Telefonbranche als Verkäufer tätig sind und Sie durchblicken lassen, daß während Ihrer letzten Berufsphase gerade das Verkaufen das war, was Ihnen weniger Spaß gemacht hat - dann wird Ihr Interviewer dies sicherlich als ziemlichen Nachteil einschätzen, insbesondere wenn es im Vorstellungsgespräch gerade um eine Stelle im Verkauf gehen sollte!

Sie sollten diese Frage kurz, aber durchaus positiv beantworten. Kritisieren Sie nicht Ihre letzte Firma und geben Sie keine lange Liste von Dingen preis, mit denen Sie nicht zufrieden waren. Benutzen Sie eher folgende einfache Regel: Sollten Sie ein Bewerbungsgespräch bei einer kleineren Firma führen, antworten Sie: "Ich war mit meiner letzten Arbeitsstelle ganz zufrieden - tatsächlich gab es aber einen Punkt, mit dem ich nicht besonders glücklich sein konnte, und der bezog sich darauf, daß es sich ja bei meiner letzten Stelle um eine eher größere Organisation handelte. Das hat dazu geführt, daß eine gewisse Spezialisierung von mir erwartet wurde, die sich einseitig entwickelt hat. Mein Bedürfnis ist, mich in einer etwas kleineren Firma in verschiedenen Bereichen einsetzen zu können und dadurch auch eine größere Vielfalt von Fähigkeiten ausbauen und auch einbringen zu können."

Sollten Sie sich nun bei einer größeren Organisation vorstellen, gehen Sie vom gleichen Beispiel aus und drehen Sie das angewandte Argument einfach um:

"Bisher habe ich für eine eher kleine Organisation gearbeitet, wo ich mich auch wohl gefühlt habe. Unglücklicherweise hat aber diese Tatsache auch dazu geführt, daß ich mich weniger spezialisieren konnte - was erstrebenswert für mich gewesen wäre, um mich in den ein, zwei Bereichen, die mich besonders interessieren, zu vervollkommnen. In Ihrer Firma - denke ich - habe ich diese Möglichkeit und könnte somit gut zu einer positiven Entwicklung Ihres Unternehmens beitragen."

Wenn bekannt ist, daß Sie von einer kleinen zu einer kleinen - oder, umgekehrt, von einer großen zu einer ebenfalls großen Firma wechseln, ändern Sie die Argumentation an der Stelle, wo es um die Größe des Unternehmens geht und sprechen Sie dann allgemein von der "Organisationsstruktur innerhalb der Firma".

 

5. Was haben Sie aus Ihren bisherigen Tätigkeitsfeldern gelernt?

0 Punkte
Ich bin ein recht ehrgeiziger Mensch. Mir ist daran gelegen, meine Fähigkeiten bei Ihnen unter Beweis zu stellen und auszubauen.

1 Punkt
Ich denke, wichtig ist für mich gewesen, mich stets fachlich voll einzubringen. Außerdem war eine gute Zusammenarbeit mit den Kollegen immer eine entscheidende Voraussetzung dafür, daß das Arbeitsziel auch erreicht werden konnte.

2 Punkte
Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit anderen, der gegenseitige Respekt und sicherlich auch die Loyalität gegenüber der Firma sind mir am wichtigsten. Konkret würde ich das, was den Bereich [ABC] angeht, hier auch bei Ihnen zur Grundlage meiner Arbeit machen.

3 Punkte
Mir ist insbesondere daran gelegen, nicht nur auf [ABC] zu achten - was ich für fast selbstverständlich halte -, sondern besonders auch auf [ABC]und [ABC]; das habe ich übrigens auch in Ihrer Firmenphilosophie wiederfinden können.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Auch hier ist der Erfolg Ihrer Antwort abhängig von der Intensität Ihrer Vorbereitung auf dieses Interview.

Hoffentlich haben Sie im Vorfeld alles was notwendig ist über die Stelle, für die Sie sich bewerben, herausgefunden. Und insbesondere darüber, was die Firma wirklich braucht.

Wenn Sie sich nun darüber im klaren sind, vergegenwärtigen Sie sich innerlich Ihre bisherigen Arbeitserfahrungen und machen Sie dann eine Art Abgleich zwischen dem, was nun auf Sie zukommt und dem, was Sie selbst mitbringen: damit zeichnen Sie dann vor Ihrem Interviewer ein detailliertes Bild gerade der Fähigkeiten, nach denen seine Firma Ausschau hält.

Als Beispiel stellen Sie sich vor, daß Sie sich für die Position des Küchenchefs in einem bekannten Restaurant bewerben. Dieses Restaurant ist meist ausgebucht und, dank Ihrer Erkundigungen, wissen Sie, daß nicht nur ein guter Koch gesucht wird, sondern jemand, der unter Streß und mit der Bereitschaft, abends lang zu bleiben, zu arbeiten gewillt ist.

Auf dieser Grundlage und im Vergleich zu Ihren Mitbewerbern, muss Ihre Antwort Hinweise auf all Ihre Fähigkeiten und Qualitäten beinhalten (mit relevanten Beispielen aus vergangenen Anstellungen belegt), die nicht nur deutlich machen, dass Sie gut kochen können, sondern daß Sie unter Druck und mit der Bereitschaft, abends länger zu bleiben, Ihren persönlichen Einsatz leisten wollen. Das ist genau das, was Ihr Gesprächspartner wirklich hören möchte.

Machen Sie sich klar, daß dies eine wichtige Frage ist. Eine entsprechend gute Antwort wird Sie in bezug auf Ihre Bewerbungschancen sehr voranbringen! Deswegen überlegen Sie vorher genau, was Ihr zukünftiger Arbeitgeber wirklich braucht, bevor Sie in das Bewerbungsgespräch hineingehen.

 

6. Haben Sie in Ihrer bisherigen beruflichen Tätigkeit die optimale Leistung gezeigt, derer Sie fähig sind?

0 Punkte
Wenn ich nicht überzeugt davon gewesen wäre, die an mich gestellten Anforderungen auch optimal zu erfüllen, hätte ich mich gar nicht erst bei Ihnen beworben.

1 Punkt
Da gibt es bei mir gar keinen Zweifel - ich bin sicherlich mit vielen Herausforderungen fertig geworden! Selbstverständlich gab es aber auch Phasen, wo es einmal Schwierigkeiten gegeben hat. Die sind dann dazu da, überwunden zu werden!

2 Punkte
Sicherlich werde ich eine gewisse Einarbeitungszeit benötigen, um in das Aufgabengebiet hineinzuwachsen. Wie ich mich kenne, habe ich aber bisher - z.B. in meiner früheren Position [ABC] - das notwendige Durchhaltevermögen und entsprechend gute Leistungen gezeigt.

3 Punkte
Ja, ich denke, daß ich in meinen früheren Jobs durchaus gute Leistungen gezeigt habe.Ich glaube aber, daß ich mich auf jeden Fall weiterentwickeln kann, denn jeder Tag, den man mit anderen talentierten Mitarbeitern verbringt, sollte ja auch den eigenen Lernprozeß positiv fördern und voranbringen.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Antworten Sie mit einem einfachen "Ja" auf diese Frage, und Ihr Gesprächspartner wird Sie schon innerlich abgeschrieben haben.

Geben Sie hier zunächst eine klare und duchaus positiv gestimmte Antwort. Bringen Sie Beispiele Ihrer vergangenen Tätigkeitsgebiete und legen Sie dann den Schwerpunkt darauf, daß Sie überzeugt seien, mit der Chance in einer neuen Umgebung tätig zu werden und dem Bewußtsein, dort von anderen erfahrenen Profis lernen zu können, dies Ihre Leistungen in Zukunft steigern wird.

"Ja, ich denke, daß ich in meinen früheren Jobs durchaus gute Leistungen gezeigt habe. Zum Beispiel, als ich bei ... war... Ich glaube aber, daß ich mich auf jeden Fall weiterentwickeln kann angesichts der Chance, in Ihrem Unternehmen tätig zu werden, denn jeder Tag, den man mit anderen talentierten Mitarbeitern verbringt, sollte ja auch den eigenen Lernprozeß positiv fördern und voranbringen. Ich bin überzeugt, daß - wenn ich meine Freude an der Arbeit und meine Motivation, meinen eigenen Ansprüchen auch zu genügen - daß ich dann fähig sein werde, die Vorteile Ihrer Reputation für exzellentes Training und kreative Innovation nutzen zu können und mich damit zukünftig noch mehr in meiner Arbeitsleistung steigern kann."

 

7. Wie lange haben Sie vor, bei uns zu bleiben?

0 Punkte
Sollte ich die Probezeit bestehen, hoffe ich auf eine dauerhafte Bindung an Ihr Unternehmen. Ich habe an keinen weiteren Wechsel gedacht.

1 Punkt
Ich bin auf jeden Fall an einer bleibenden und sicheren Stellung interessiert und würde deswegen auch von einer sehr langfristigen Planung bei Ihnen ausgehen.

2 Punkte
Meine Karriereplanung ist auf jeden Fall langfristig ausgelegt, wobei ich eine dauerhafte Bindung an Ihr Unternehmen sicherlich auch von der Entwicklung unserer gegenseitigen Beziehung abhängig mache.

3 Punkte
Nun, wie wir alle wissen, kann man die Zukunft nicht voraussagen. Aber ich hoffe, daß ich Ihnen in unserem bisherigen Gespräch deutlich machen konnte, wie sehr ich für diese Stellung motiviert bin und auch überzeugt bin, diesen Job sehr gut ausfüllen zu können. Insofern sehe ich keinen Grund, daß ich nicht den besten Abschnitt meiner Karriere bei Ihnen verbringen sollte.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Eine knifflige Frage! Sie werden sicher nicht sagen mögen: "Oh, wenn Sie mir den Job geben, bleibe ich für immer!" Sie selbst glauben nicht daran und Ihr Gegenüber auch nicht.

Versuchen Sie einen naheliegenderen Weg. Sie könnten sagen: "Nun, wie wir alle wissen, kann man die Zukunft nicht voraussagen. Aber ich hoffe, dass ich Ihnen in unserem bisherigen Gespräch deutlich machen konnte, wie sehr ich für diese Stellung motiviert bin und auch überzeugt bin, diesen Job sehr gut ausfüllen zu können. Hinzu kommt, daß ich mich auf Ihr Unternehmen sehr freue, besonders auf der Grundlage dessen, was ich bisher gelesen und erfahren habe. Insofern sehe ich keinen Grund - vorausgesetzt ich leiste einen erfolgreichen Beitrag, der auch von Ihnen als solcher anerkannt wird - dass ich nicht den besten Abschnitt meiner Karriere bei Ihnen verbringen sollte."

Zeigen Sie auch, daß Sie sich gut vorbereitet haben, z.B. dadurch, daß Sie auf die fortschrittliche Unternehmensführung hinweisen oder darauf, daß die Firma mitarbeiterorientierte Gewinnbeteiligungen eingeführt hat, falls dies der Fall sein sollte.

Eine andere Herangehensweise könnte sein, den Spieß umzudrehen und dem Interviewer zu entgegnen: "Aus dem, was ich gelesen und über Ihre Firma erfahren habe, handelt es sich wirklich um ein Unternehmen, dem ich gerne angehören würde. Es ist zukunftsorientiert, innovativ, es bietet den Mitarbeitern gute Entwicklungsmöglichkeiten und zudem eine Umternehmenskultur, mit der auch ich mich identifizieren könnte. Ich bin der Überzeugung, daß, solange ich mich weiterentwickeln kann und erfolgreich in Ihrem Unternehmen bin, daß es solange keinen Grund geben wird, mich zu verändern. Sagen Sie mir: Was könnte es Ihrer Meinung nach sein, daß es zu solch einer Herausforderung kommen könnte?"

 

8. Was würden Sie gerne in fünf Jahren tun?

0 Punkte
Heutzutage gibt es ja nun keine "5-Jahrespläne" mehr. Und gerade von den Mitarbeitern wird ein Höchstmaß an Flexibilität und Veränderungsbereitschaft erwartet! Insofern ist diese Frage für mich nur sehr schwer zu beantworten und eher abhängig von den zukünftigen Entwicklungen.

1 Punkt
Füher habe ich öfters davon geträumt, auch mehr meine [ABC] Seite zu entwickeln und vielleicht auch einmal im Bereich [ABC[ tätig zu werden. Man wird sehen, wie das in fünf Jahren aussieht und ob ich das mit einer eventuellen Position bei Ihnen in Einklang bringen kann.

2 Punkte
Ich bin jemand, der immer offen ist für Veränderungen. Außerdem gibt es vieles, was ich im Leben gerne noch einmal ausprobieren würde. Natürlich hoffe ich, daß ich das auch noch in fünf Jahren bei Ihnen verwirklichen kann.

3 Punkte
Zunächst einmal hoffe ich, mich bis dahin voll bei Ihnen etabliert zu haben. Und dies nicht nur rein professionell gesehen, sondern auch was den persönlichen Kontakt zum Kollegenkreis betrifft. Ich bin überzeugt, daß in fünf Jahren meine Position in Ihrem Unternehmen dies auch wiederspiegeln wird.

 

Erläuterung zu dieser Frage

"Mich selbständig machen. Versuchen, ganz von der Malerei oder vom Schreiben zu leben."

Manchmal wird diese Frage direkt im Anschluß an die vorangegangene gestellt, bevor Sie Zeit zum Nachdenken haben. Gerade haben Sie noch geantwortet, daß Sie sich vorstellen können, Ihren wichtigsten Lebensabschnitt in der neuen Firma zu verbringen - jetzt haben Sie sich unbewußt "geoutet" und als eigentliches Lebensziel die Schönen Künste ins Feld geführt.

Bleiben Sie also aufmerksam und vorsichtig - und achten Sie genau auf jede Frage. Es ist immer empfehlenswert, sich alle Fragen erst einmal in aller Ruhe anzuhören, bevor Sie zu einer Antwort ansetzen.

Gehen Sie mit dieser Frage auf Nummer Sicher. Beginnen Sie mit der höflichen Vermutung: "Zunächst einmal hoffe ich, mich bis dahin voll bei Ihnen etabliert zu haben. Und dies nicht nur rein professionell gesehen, sondern auch was den persönlichen Kontakt zum Kollegenkreis betrifft. Zum Thema Mitarbeiterförderung möchte ich noch hinzufügen, daß auch ein Grund für meine Bewerbung bei Ihnen war, wie bekannt Sie für Ihre interne Honorierung von individueller Leistung und engagiertem persönlichen Einsatz sind. Ich glaube, daß ich diese Eigenschaften besitze, und bin überzeugt, daß in fünf Jahren meine Position in Ihrem Unternehmen dies auch wiederspiegeln wird."

 

9. Wie lange glauben Sie, brauchen Sie, um sich bei uns einzuarbeiten?

0 Punkte
Das kann ich natürlich so nur sehr schwer beantworten, denn ich kenne ja die einzelnen Aufgabengebiete in ihrer Komplexität noch gar nicht.

1 Punkt
Ich habe keine Probleme, mir vorzustellen, die von mir geforderten Aufgaben innerhalb kürzester Zeit zu Ihrer vollen Zufriedenheit zu bewältigen.

2 Punkte
Meines Erachtens bin ich so mit der Materie vertraut, daß ich nach einer realistischen Einführungszeit gut eingearbeitet sein werde. Auf jeden Fall bringe ich das Engagement mit, von Anfang an voll dabei zu sein und mein Bestes zu geben.

3 Punkte
Eine gute Frage. Ich denke, daß ich von Beginn an einen wichtigen Beitrag leisten kann, da ich doch einen breiten Erfahrungsschatz in diesem Bereich mitbringe. Aber darf ich Sie dazu fragen: Gibt es irgendwelche bestimmten Projekte, in die ich gleich am Anfang meiner Tätigkeit miteingebunden werden soll?

 

Erläuterung zu dieser Frage

Hier gibt es zwei Alternativen, diese Frage zu beantworten. Lesen Sie beide sorgfältig durch und entscheiden Sie sich dann für die Ihnen als passend erscheinende.

Die erste Alternative besteht darin, die Frage dafür zu nutzen, noch einmal auf die Fähigkeiten hinzuweisen, von denen Sie glauben, daß sie für die Bewältigung Ihrer neuen Aufgabe wichtig sind.

Sie könnten so sagen: "Ich bin ehrlich davon überzeugt, daß ich in relativ kurzer Zeit einen wichtigen Beitrag für Ihr Unternehmen zu leisten imstande sein werde. Mit den relevanten Qualifikationen und dem Erfahrungshintergrund, den ich jetzt schon mitbringe - verbunden mit einem guten Verständnis für die gegenwärtigen Anforderungen, die der Markt stellt - glaube ich werden Sie ziemlich schnell gute Resultate von mir erwarten können."

Die andere Alternative ist, diese Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, um herauszufinden, ob es in der Firma gegenwärtig ein Problem gibt, dessen Lösung vom zukünftigen Mitarbeiter relativ sofort erwartet wird.

"Eine gute Frage. Ich denke, daß ich von Beginn an einen wichtigen Beitrag leisten kann, da ich doch einen breiten Erfahrungsschatz in diesem Bereich mitbringe. Aber darf ich Sie dazu fragen: Gibt es irgendwelche bestimmten Projekte, in die ich gleich am Anfang meiner Tätigkeit miteingebunden werden soll?".

Zum Beispiel könnte es sich um ein Software-Unternehmen handeln, das mit der Einführung eines neuen Software-Produktes bereits drei Monate im Rückstand ist. Sie machen ein Interview für die Position eines Programmierers. Jetzt könnten Sie also Ihre Antwort dahingehend anpassen, Ihren Einsatz für die schnelle Fertigstellung des Software-Programmes zu betonen. Und zwar nicht nur dadurch, daß Sie auf Ihre Programmierfertigkeiten hinweisen, sondern auch auf Ihre Kapazitäten eines Mitarbeiters, der Belastbarkeit unter harten Arbeitsbedingungen und langen Arbeitszeiten unter Termindruck bewiesen hat. "So hoffe ich doch, daß einer meiner ersten Beiträge darin bestehen wird, dieses Projekt zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen, und das möglicherweise schneller, als Sie dies erwartet hätten."

 

10. Warum sollten wir Sie einstellen?

0 Punkte
Gute Gründe sind vielleicht, daß ich motiviert bin und man mit mir gut auskommen kann. Außerdem sind meine fachlichen Qualifikationen im Lebenslauf ausführlich dargestellt.

1 Punkt
Ich gebe mir immer große Mühe, alle Anforderungen entsprechend der Situation und der Aufgabenstellung zu erfüllen und habe, was das angeht, bisher auch nie Schwierigkeiten gehabt.

2 Punkte
Ich bin ein gutes Teammitglied - kann zuhören und bin motiviert, von meinen Vorgesetzten zu lernen - und ich habe den Willen, mich anzustrengen. Gibt es noch irgendetwas, das ich vergessen habe, und worauf Sie selbst Wert legen?

3 Punkte
Dazu möchte ich nochmals auf meine Qualifikation in [ABC] und [ABC] hinweisen, auf meine bishergen Erfahrungen mit [ABC] und insbesondere auf die Entschlußkraft, die ich mitbringe und auch bei Ihnen einbringen möchte.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Diese Frage stellt den Kern des ganzen Interviews dar. Der Schleier ist gelüftet. Ihr Gesprächspartner möchte eine direkte., klare Antwort.

Vor dem Bewerbungsgespräch nehmen Sie sich bitte besonders viel Zeit für diese Frage. Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Interviewers. Warum sollte das Unternehmen gerade Sie einstellen? Nehmen Sie sich einen großen Bogen Papier und beantworten Sie die Frage. Es gibt keine abgekürzte Fassung für die Beantwortung dieser Frage.

Während des tatsächlichen Interviews ist Ihre allererste Aufgabe, herauszufinden oder zu bescheinigen, daß Sie der Richtige sind in bezug auf das, wonach das Unternehmen Ausschau hält, um das Problem zu lösen, mit dem es gegenwärtig konfrontiert ist.

Wenn Sie mit der Beantwortung der Frage beginnen, besteht der erste Schritt darin, die Stellenbeschreibung und das gewünschte Personenprofil des Interviewers bzw. der Firma, die Ihnen vorliegt, zu rekapitulieren, um dann die Anforderungen dieses Profils Punkt für Punkt zu erfüllen.

So könnten Sie beginnen mit: "Nun, dies ist wohl die entscheidende Frage! In Ihrer Stellenbeschreibung haben Sie klar gemacht, daß Sie jemanden suchen, der ... und der folgendes beherrscht ... Entspricht das einer akkuraten Beschreibung?"

Gehen Sie dann das Profil Punkt für Punkt durch, jedes Mal wieder die Anforderungen, die gestellt werden, abklärend, um dann zu zeigen, daß Sie die Fertigkeiten und die Erfahrung besitzen, um diesen Anforderungen auch nachkommen zu können.

Dann könnten Sie abschließend anmerken: "Ich bin überzeugt davon, die Fähigkeiten und Qualitäten zu besitzen, die Sie brauchen, um diese Tätigkeit erfolgreich bewältigen zu können. Ich bin ein gutes Teammitglied. Ich kann zuhören und bin motiviert, von meinen Vorgesetzten zu lernen, und ich habe den Willen, mich anzustrengen. Gibt es noch irgendetwas, das ich vergessen habe, und worauf Sie selbst Wert legen?"

 

11. Was können Sie für uns tun, was ein anderer nicht könnte?

0 Punkte
Selbstverständlich halte ich mich nicht für unersetzbar. Aber vielleicht sollten Sie mir zunächst genauer schildern, welche "anderen" Mitbewerber Sie meinen? Erst dann könnte ich möglicherweise ich etwas genaueres dazu sagen.

1 Punkt
Meine Qualifikationen ergeben sich ja schon aus der Ihnen vorliegenden Bewerbung. Z. B. habe ich von ... bis ... eine Weiterbildung in [ABC] gemacht. Da kann ich mir vorstellen, daß ich hier im Vergleich zu anderen ganz gut abschneide.

2 Punkte
Das ist eine schwierige Frage. Um sie zu beantworten, darf ich vielleicht noch einmal auf Ihre ursprüngliche Stellenbeschreibung zurückkommen und auf die Fertigkeiten und Qualifikationen, die Sie für den von Ihnen gesuchten, geeigneten Mitarbeiter hervorgehoben haben.

3 Punkte
Ich will nicht behaupten, ich könnte hier etwas Außergewöhnlicheres anbieten, als das, was meine Mitbewerber möglicherweise auch anzubieten hätten. Andererseits kann ich noch einmal befestigen, daß ich das an Fertigkeiten, Qualifikationen und persönlichen Eigenschaften gewillt bin einzubringen, was ich schon vorhin erwähnt habe.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Der Erfahrung nach wird diese Frage immer häufiger direkt im Anschluß an die vorangegangene gestellt.

Was ist der beste Weg, um damit klarzukommen? Hier kommt es ganz darauf an, wie Sie sich im Interview fühlen und wie Ihr gegenwärtiger Eindruck ist.

Wenn Sie das Gefühl haben, daß es gut läuft und Ihr Gesprächspartner von Ihren Fertigkeiten, persönlichen Qualitäten und Ihrer Befähigung insgesamt überzeugt zu sein scheint, wählen Sie vielleicht eher eine etwas "bescheidenere" Vorgehensweise.

Zum Beispiel könnten Sie antworten: "Nun, ich möchte nicht behaupten, übermenschliche Fähigkeiten zu besitzen, so daß ich nicht behaupten will, ich könnte hier etwas Außergewöhnlicheres anbieten, als das, was meine Mitbewerber möglicherweise auch anzubieten hätten. Andererseits kann ich noch einmal befestigen, daß ich das an Fertigkeiten, Qualifikationen und persönlichen Eigenschaften gewillt bin einzubringen, was ich schon vorhin erwähnt habe. Ich denke, daß ich die richtige Kombination von Fertigkeiten, Erfahrung und auch an Charakter habe, um erfolgreich diese Stelle ausfüllen zu können."

Wenn, auf der anderen Seite, das Interview eher auf der Kippe zu stehen scheint und Sie das Gefühl haben, daß Ihr Gesprächspartner Sie noch etwas testen möchte, um zu einem Urteil über Ihre Befähigung zu gelangen, dann handeln Sie eher auf eine geschäftsmäßige Art und Weise.

"Das ist eine schwierige Frage. Um sie zu beantworten, darf ich vielleicht noch einmal auf Ihre ursprüngliche Stellenbeschreibung zurückkommen und auf die Fertigkeiten und Qualifikationen, die Sie für den von Ihnen gesuchten, geeigneten Mitarbeiter hervorgehoben haben.

Ich denke hier, daß ich über die richtige Kombination von Fertigkeiten, an Talent und auch an Erfahrung verfüge, um diese spezifischen Anforderungen, die Sie angeführt haben, besser als jemand anderes zu erfüllen und daß ich diese Fähigkeiten und Erfahrungen auch zu einem beträchtlichen Nutzen für Ihr Unternehmen einsetzen kann."

Nun, an diesem Punkt des Bewerbungsgespräches, nutzen Sie den Rest der Fragestellung als eine weitere Chance, um noch einmal Ihre Fertigkeiten und Talente hervorzuheben und - gleichsam als "Highlight" - zu beschreiben, wie Sie diese zum Wohle des Unternehmens einsetzen möchten.

 

12. Was erscheint Ihnen attraktiv an dieser Position, was interessiert Sie am meisten?

0 Punkte
Viele Dinge, die Vor- und Nachteile darstellen, kann man ja erst beurteilen, wenn man eine Weile dort gearbeitet hat. Ich denke, daß mir Ihr Angebot insgesamt sehr gut gefällt.

1 Punkt
Mir ist v.a. das Arbeitsklima und ein gutes Verhältnis zu Mitarbeitern und Vorgesetzten wichtig - und auf diese Punkte wird, wie ich gehört habe, bei Ihnen besonders viel Wert gelegt.

2 Punkte
Bevor ich Ihre Frage beantworte, könnten Sie vielleicht kurz umreißen, wie ein typischer Arbeitstag für mich aussehen würde, sollte ich nach diesem Gespräch auf Ihre Zustimmung zählen können? Das würde mir helfen, Ihnen eine genauere Antwort zu geben.

3 Punkte
Nun, was mich wirklich interessiert bei Ihnen, ist nicht nur die Möglichkeit, in einer renommierten Firma arbeiten zu dürfen sondern auch, meine Erfahrung und mein Wissen im Bereich [ABC] einsetzen zu können, um Ihr Geschäft weiter auszubauen. Vielleicht könnten Sie mir dazu sagen, wie Sie selbst [ABC] beurteilen?

 

Erläuterung zu dieser Frage

Um diese Frage so zu beantworten, daß Sie - was einen Vergleich mit Ihren Mitbewerbern betrifft - einen wirklich guten Eindruck machen, müssen Sie wissen, wonach das Unternehmen wirklich sucht.

Wenn Sie sich hierüber im Klaren sind, müssen Sie diese Information zur Grundlage Ihrer Antwort machen.

Vergegenwärtigen Sie sich nochmals eines unserer Beispiele: Das Restaurant sucht nicht einfach nur nach einem guten Chefkoch, tatsächlich braucht es jemanden, der unter Zeitdruck eine hohe Belastbarkeit mitbringt. Oder ein anderes Beispiel: eine Zeitung sucht einen Journalisten, wobei der Schwerpunkt in Wirklichkeit nicht auf den - vorausgesetzten guten journalistischen Fähigkeiten - sondern auf einem erwarteten Lokalwissen und guten Kontakten liegt. Ein weiteres Beispiel: Eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft sucht einen Wirtschaftsberater, der nicht nur gute steuerliche Kenntnisse mitbringen, sondern vielmehr in der Lage sein soll, neue Kunden zu acquirieren.

Insofern ist es Ihre Aufgabe herauszufinden, was Ihr neuer Arbeitgeber wirklich braucht - versuchen Sie also, Ihr Bild, das Sie sich über das Unternehmen gemacht haben, zu ergänzen und zu vertiefen und strukturieren Sie dann Ihre Antwort genau auf der Basis dieser Bedürfnisse.

Zum Beispiel, was den Wirtschaftsberater angeht, könnten Sie sagen: "Nun, was mich wirklich interessiert bei Ihnen, ist nicht nur die Möglichkeit, in einer renommierten Firma arbeiten zu dürfen sondern auch, meine Erfahrung und mein Wissen im Bereich moderner Verkaufstechniken einsetzen zu können, um Ihr Geschäft weiter auszubauen. Vielleicht könnten Sie mir dazu sagen, wie Sie selbst die Entwicklung einschätzen und wie Sie die Bedeutung, neue Kundenkreise zu gewinnen, beurteilen?"

Was machen Sie aber, wenn Sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt Ihres Bewerbungsgespräches nicht genau wissen, wonach Ihr Interviewer wirklich Ausschau hält?

Eine Vorgehensweise, die sich in solchen Fällen anbietet, ist, Fragen zu stellen. Dies gibt Ihnen zum einen die Gelegenheit, mehr an Information für eine klare Stellungnahme zu sammeln und zum anderen einfach Zeit zum Nachdenken, welchen Punkt Sie weiterhin in den Vordergrund stellen sollten.

"Bevor ich Ihre Frage beantworte, könnten Sie vielleicht kurz umreißen, wie ein typischer Arbeitstag für mich aussehen würde, sollte ich nach diesem Gespräch auf Ihre Zustimmung zählen können? Das würde mir helfen, Ihnen eine genauere Antwort zu geben."

Hören Sie dann genau zu, wenn Ihr Gesprächspartner Ihre vorrangigen Aufgaben, wie sie sich während eines normalen Arbeitstages für Sie darstellen, beschreibt.

Sollte er dabei etwas erwähnen, von dem Sie der Meinung sind, daß es auf Sie zutrifft und eines Ihrer Interessengebiete berührt, so wählen Sie dies zum Ausgangspunkt Ihrer Entgegnung. Danach könnten Sie dann Ihre Antwort auf einem eher allgemeinen Niveau abschließen: "Ich würde mich also sehr auf diese Aufgabe als Ganzes und den mit ihr verbundenen Herausforderungen freuen. Ich mache meine Arbeit gerne und sehe auch den mit ihr verbundenen positiven Beitrag. Ich denke, daß eine meiner wesentlichen Qualitäten darin besteht, einen Job von Anfang bis Ende mit ganzer Kraft durchzuführen. Das ist etwas, was mich besonders reizt - gerade auch, wenn es sich anfangs nur um eine vage Idee gehandelt haben sollte, die sich dann aber zu einem abgeschlossenen, erfolgreichen Projekt entwickelt!"

 

13. Was erwarten Sie von unserem Unternehmen?

0 Punkte
Nun, ich denke doch, daß eine gute und umfassende Betreuung - auch was die Teamarbeit angeht - wichtig für mich ist; eine andere Sache, die mir am Herzen läge, wäre die Möglichkeit, freie Tage ansammeln zu können.

1 Punkt
Selbstverständlich ist mir sehr daran gelegen, schnell zur Produktivität Ihrer Firma positiv beitragen zu können. Dafür wäre sicherlich eine Unterstützung Ihrerseits, was meine Einarbeitung betrifft, Voraussetzung.

2 Punkte
An erster Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, meine Fertigkeiten und Qualitäten unter Beweis zu stellen und zum kontinuierlichen Erfolg Ihrer Firma beizutragen.

3 Punkte
Ich habe fünf Jahre damit zugebracht, meine Fertigkeiten und Fähigkeiten bei der Firma X auszubauen und zu vertiefen. Hier könnte ich diese Fertigkeiten produktiv einsetzen und sie unter Beweis zu stellen, so daß Sie auch bald konkrete Resultate, z.B. in [ABC], sehen werden.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Hier liegt eine große Versuchung vor, diese Frage ganz im Sinne Ihrer eigenen Bedürfnisse zu beantworten. Vermeiden Sie also, im Detail die Dinge zu beschreiben, die Sie von der Firma haben möchten, sondern beschreiben Sie das, was Sie auf der Basis dessen möchten, das Sie Ihrem Arbeitgeber bieten wollen.

Zum Beispiel ist das sicherste Stichwort für die Beantwortung dieser Frage "Gelegenheit". Sie möchten die Gelegenheit haben, all Ihre Fertigkeiten und Qualitäten unter Beweis zu stellen und zum kontinuierlichen Erfolg der Firma beizutragen.

"Ich habe fünf Jahre damit zugebracht, meine Fertigkeiten und Fähigkeiten bei der Firma X auszubauen und zu vertiefen. Während dieser Zeit konnte ich meine Verkaufszahlen beinahe um 25 % jedes Jahr steigern. Ich habe auch eine Begabung im Trainingsbereich, so daß das gesamte Team von neuen Verkaufstechniken profitieren und ihre persönlichen Verkaufsziele stetig heraufsetzen konnte. Was mir in bezug auf Ihr Unternehmen wirklich vorschwebt ist, diese Fertigkeiten produktiv einsetzen zu können und sie unter Beweis zu stellen, so daß Sie konkrete Resultate anhand höherer Gewinnmargen und eines steigenden Umsatzes sehen werden."

 

14. Können wir Ihre Referenzen überprüfen?

0 Punkte
Meine Referenzen habe ich ja schon den Bewerbungsunterlagen beigefügt. Die müßten Sie also schon haben. Wenn Sie sich erkundigen wollen, wäre es mir lieb, wenn Sie mir sagen würden, bei wem Sie dies vorhaben.

1 Punkt
Sie können natürlich die Referenzen meiner früheren Arbeitgeber kontrollieren, wenn Sie unbedingt wollen. Aber momentan finde ich es noch ein wenig zu früh, da noch gar nicht deutlich wurde, ob es aus der Anstellung auch etwas wird.

2 Punkte
Ja, selbstverständlich. Allerdings würde ich gerne zu diesem Zeitpunkt unseres Gespräches die Dinge vertraulich behandelt wissen, solange bis wir beide zu einer Übereinkunft gekommen sind bzw. bis ein konkretes Angebot Ihrerseits vorliegt.

3 Punkte
Sicher. Nur darf ich von Ihnen auch erwarten, daß Sie mit der Überprüfung der Referenzen meines jetzigen Arbeitgebers solange warten, bis ich ein schriftliches Angebot habe, dieses von mir akzeptiert worden ist und wir uns auf einen Arbeitsbeginn geeinigt haben. Dann kann ich auch auf professionelle Art und Weise dort meinen Abschied einreichen.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Die einzige Antwort auf diese Frage kann "Ja" lauten. Auf der anderen Seite möchten Sie möglicherweise einige Anmerkungen dazu machen:

"Ja, selbstverständlich können Sie meine Referenzen überprüfen. Allerdings würde ich gerne zu diesem Zeitpunkt unseres Gespräches die Dinge vertraulich behandelt wissen, solange bis wir beide zu einer Übereinkunft gekommen sind bzw. bis ein konkretes Angebot Ihrerseits vorliegt. Im Moment fände ich es schön, Ihnen alle möglichen Referenzen meiner vergangenen Arbeitgeber geben zu dürfen. Nur darf ich von Ihnen auch erwarten, daß Sie mit der Überprüfung der Referenzen meines jetzigen Arbeitgebers solange warten, bis ich ein schriftliches Angebot habe, dieses von mir akzeptiert worden ist und wir uns auf einen Arbeitsbeginn geeinigt haben. Dann kann ich auch auf professionelle Art und Weise dort meinen Abschied einreichen."

 

15. Könnten Sie mir verdeutlichen, auf welche Weise Ihre bisherige Tätigkeit Sie in die Lage versetzt und darauf vorbereitet hat, auch mehr Verantwortung zu übernehmen?

0 Punkte
Also, selbstverständlich habe ich meine mir aufgetragenen Aufgaben immer engagiert und zuverlässig erfüllt und mich dafür verantwortlich gefühlt, daß alles seinen reibungslosen Gang genommen hat. Dafür würde ich selbstverständlich in der neuen Position hier auch Sorge tragen!.

1 Punkt
Nun, wie ja bereits aus meinem Lebenslauf und dem, was ich Ihnen bisher erzählt habe hervorgeht, habe ich unterschiedliche Erfahrungen im Bereich [ABC] machen können. Ich denke, daß das auch etwas mit Verantwortung zu tun hat, wenn man sich so einsetzt für eine Firma.

2 Punkte
Wichtig war für mich, daß ich mich im Bereich [ABC] und [ABC] immer weitergebildet habe und auch einem Mehraufwand an Energie und Zeit nie gescheut habe. Das hat sicher dazu beigetragen, daß ich die einzelnen Aufgaben, die hier auf mich zukommen, auch verantwortungsvoll ausfüllen werde.

3 Punkte
Das Wort "Verantwortung" kommt ja von "antworten", d.h. antworten auf eine gegebene Aufgabe, Situation oder Herausforderung. Diese Herausforderung auch anzunehmen und die Dinge v.a. nicht "schwarz-weiß" zu sehen, habe ich - glaube ich - gut entwickelt und würde dies hier auch sehr gut einbringen können.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Diese Frage ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Ihr Gesprächspartner versucht herauszufinden, ob Sie die Fertigkeiten und Qualitäten besitzen, die er von jemandem erwartet, der die zu vergebende Position auch optimal ausfüllt.

Im Grunde verfolgt das gesamte Bewerbungsgespräch nichts anderes, als den Versuch des Interviewers zu überprüfen, ob Sie zu seinem Bild eines zukünftig erfolgreichen Mitarbeiters passen.

Inzwischen sollten Sie eine ziemlich gute Idee davon haben, wonach er wirklich Ausschau hält und für welche Art von Problemen, die es zu lösen gilt, er sie anstellen will.

Also - noch einmal - benutzen Sie diese Frage, um mit eindrücklichen Worten ein Bild von sich selbst zu zeichnen, das die Fertigkeiten, nach denen verlangt wird, im konkreten Arbeitsalltag darstellt und lebendig werden läßt.

Insbesondere stellt diese Frage den Versuch dar, noch genauer Ihre berufliche Entwicklung unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, wie schnell Sie lernen und ob Sie Qualitäten vorweisen, die möglicherweise auch (oder gerade - je nach Position) Führungsaufgaben und die persönliche Reife, Verantwortung zu übernehmen, beinhalten. Oder ganz praktisch gesehen, können Sie sich vorstellen, daß man Ihnen das Vertrauen schenkt, verantwortliche Positionen einzunehmen und Ihnen die Schlüssel für wichtige Entscheidungsprozesse zu überreichen, wenn man Zweifel hätte, ob Sie solche Qualitäten wirklich besitzen? Und denken Sie auch daran: dies Gesagte gilt nicht nur für große Unternehmen und Stellungen in gehobeneren Management-Positionen (dort natürlich erst recht...), sondern letzten Endes für (fast) alle Tätigkeiten, da die ausschließliche Ausrichtung an technischer Qualifikation heutzutage immer geringer ins Gewicht fällt (was nicht heißen soll, daß diese nicht ebenfalls wichtig ist). Heutzutage gilt: "Sowohl-Als auch" und nicht "Entweder-Oder".

Bieten Sie Ihrem Gesprächspartner also ein gutes Beispiel dafür, wie Sie in vergangenen Arbeitssituationen unterschiedliche Herausforderungen gemeistert haben und beziehen Sie sich dabei auf die oben erwähnten Schlüsselqualifikationen.

 

16. Erzählen Sie etwas über sich selbst!

0 Punkte
Also, ich glaube, daß ich allgemein ein sehr zuverlässiger, auch immer pünktlicher Mensch bin, der sich auch mit seinen Kollegen sehr gut versteht.

1 Punkt
Ich bin privat sehr an [ABC] interessiert. Darüber hinaus halte ich mich für einen fachlich und inhaltlich kompetenten Menschen, der sich immer sehr für seine Arbeit engagiert hat.

2 Punkte
Dazu kann ich Ihnen gerne etwas berichten. Gibt es denn einen bestimmten Bereich oder Aspekt in bezug auf meinen persönlichen Hintergrund, der Sie bei dieser Frage besonders interessiert?.

3 Punkte
Ich glaube, daß ich ein [ABC] und [ABC] Mensch bin. Das hat sich schon früh in meiner Kindheit und Jugend gezeigt - z.B. als ich einmal [ABC]... Schließlich hat dann meine Ausbildung in [ABC] direkt daran angeschlossen.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Diese Frage stellt einfach den Versuch Ihres Gesprächspartners dar, etwas mehr über Ihre Person zu erfahren. Man will nichts über Ihre Arbeit oder Ihre Ausbildung hören, sondern etwas darüber, wer Sie sind und wie Sie sind.

Sind Sie eher ein ruhiger und zurückhaltender Typ? Sind Sie vertrauensvoll oder vielleicht zu vertrauensvoll - gar vertrauensselig? Kann man gut mit Ihnen klarkommen? Oder erscheinen Sie vielleicht eher etwas selbstbezogen oder selbstüberzeugt?

Wir glauben vielleicht, daß das Einzige was zählt, um diesen Job zu bekommen, darin liegt, die richtigen Qualifikationen und Fertigkeiten vorzuweisen und dazu die nötige Arbeitserfahrung, aber obwohl diese Faktoren natürlich von großer Bedeutung sind, geben Sie bestimmt nicht die ganze Wahrheit wieder

So hat man z.B. in einer Untersuchung der Uni London herausgefunden, daß einer der entscheidenden Faktoren, der Interviewer bei Bewerbungsgesprächen beeinflußt darin besteht, was für einen persönlichen Eindruck sie vom Bewerber haben - mit anderen Worten, wie sie sie als Person subjektiv wahrnehmen.

Und letzten Endes kann man dies auch nachvollziehen, denn Ihr Gesprächspartner muß sich ja nicht nur ein objektives Bild über Ihre Fähigkeiten machen können, sondern sich auch vorstellen können, wie es ist, mit Ihnen persönlich zusammenzuarbeiten - oder wie es wohl für andere Mitarbeiter sein könnte, Sie ständig um sich zu haben. Auch wenn es sich hierbei natürlich um eine sehr subjektive Sichtweise handelt - Sie werden damit konfrontiert.

Da es sich nun hierbei um eine ziemlich offene Frage handelt - wo sollen Sie beginnen und womit aufhören? - könnten Sie Ihre Antwort mit einer Gegenfrage einleiten: "Gibt es denn einen bestimmten Bereich oder Aspekt in bezug auf meinen persönlichen Hintergrund, der Sie bei dieser Frage besonders interessiert?"

Dies kann Ihnen dabei helfen, die Antwort einzugrenzen und wiederum die Chance geben, einige Ihrer persönlichen Qualitäten in den Vordergrund zu stellen - und zwar solche, von denen Sie annehmen dürfen, daß Ihr Gesprächspartner sie sich für seinen neuen Mitarbeiter auch wünschen könnte.

Nehmen wir einmal folgendes Beispiel: Bei der Bewerbung für einen Chefposten oder eine andere leitende Funktion werden Sie diese Antwort zunächst einmal dafür nutzen, als eine Ihrer herausragendenden Eigenschaften Ihre starke Arbeitsmotivation und Ihren Willen, sich für den höchstmöglichen Erfolg eines Unternehmens einzusetzen, hervorzuheben.

Danach könnten Sie diese allgemeine Aussage mit einem Erlebnis aus Ihrer frühen Jugendzeit illustrieren: "Einmal, als es darum ging, einen besonderen Geburtstagskuchen für meine Eltern zu backen, war ich in über 10 Geschäften, nur um wirklich auch alle einzelnen Zutaten zusammenzubringen, die ich dafür brauchte. Meine Schwester, die mich begleitete, war müde und hatte keine Lust mehr, weiterzusuchen - aber ich bestand darauf: "Um einen schönen Kuchen zu backen, brauche ich unbedingt die besten Zutaten, und ich habe mir das jetzt vorgenommen, egal wie lange das dauert!" Also - wie Sie sehen gebe ich mich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden!".

Während Ihres Vorstellungsgespräches richten Sie sich bei der Beschreibung Ihrer persönlichen Eigenschaften und Qualitäten ebenfalls nach den Inhalten, von denen Sie annehmen, daß sie für Ihren Interviewer relevant sein könnten. Dazu müssen Sie auch auf diese Frage gut vorbereitet sein. Überlegen Sie sich also vorher einige persönliche Episoden aus Ihrer Vergangenheit, die die von Ihnen vorgebrachten Qualitäten illustrieren könnten.

Auf der anderen Seite achten Sie darauf, daß Ihre Antwort nicht zu aufgesetzt oder konstruiert klingt. Diese Form von persönlichen Fragen bildet ja eher eine Möglichkeit für Ihren Gesprächspartner, Sie zunächst in allgemeiner Weise etwas besser kennenzulernen - und zu testen, welchen Eindruck Sie dabei machen. Wichtiger als der wörtliche Inhalt Ihrer Antwort wird also sein, wie entspannt, zugewandt und offen Sie bei der Entgegnung "rüberkommen". Das können Sie am besten vorab in einem "Experiment" mit einem guten Freund oder Partner einüben, denn gerade bei dieser Frage ist auch der nonverbale Ausdruck und Ihre Körperhaltung wichtig. Wenn Sie eine Videokamera besitzen, scheuen Sie sich nicht, diese dafür einzusetzen, auch wenn Ihnen das anfänglich etwas künstlich oder gestelzt vorkommen sollte ("Übung macht den Meister!").

 

17. Können Sie mir etwas dazu sagen, was Sie gar nicht mögen oder was Ihnen im Rahmen Ihrer Tätigkeit unangenehm sein könnte?

0 Punkte
Je nach dem, was gerade anfällt, sollte ein Vorgesetzter flexibel sein und auf unterschiedliche Situationen souverän reagieren können. Das war leider bei meiner letzten Stelle gar nicht der Fall!

1 Punkt
Nun, ich hatte z.B. öfter die Situation, daß es Schwierigkeiten mit der Mitarbeiterbetreuung gab. Das hat sich dann auch negativ auf die gesamte Arbeitsplatzsituation ausgewirkt. Ich hoffe natürlich, daß dies in Ihrem Unternehmen anders sein wird!

2 Punkte
Ich halte z.B. Situationen, in denen es zu Interessenkonflikten innerhalb des Unternehmens kommt, für sehr heikel, so daß hier ein hohes Maß an Kooperationsfähigkeit, aber auch an Durchsetzungsvermögen gefordert ist, die ich - wie ich glaube - auch mitbringe.

3 Punkte
Nun, natürlich gibt es überall Situationen, die man als unangenehm empfindet, z.B. wenn jemand sich unangemessen häufig krank meldet und dadurch auch die Kollegen in eine schwierige Lage bringt. Ansonsten halte ich mich für jemanden, der recht widerstandsfähig ist.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Dies ist keine Gelegenheit, sich übereifrig in einem Wortschwall zu ergehen! Denken Sie daran, daß Sie sich in einem Vorstellungsgespräch befinden und Ihr einziges Ziel darin besteht, dieses erfolgreich hinter sich zu bringen. Fallen Sie also nicht auf diese Frage herein, indem Sie eine Auflistung all der Dinge machen, die Sie ablehnen oder hassen.

Diese Frage ist nur ein neuer Versuch herauszubekommen, wie Sie innerlich "ticken". Machen Sie sich deutlich, daß all diese Art von Fragen in ihrem Kern ähnlich sind und dazu da sind herauszufinden, was für ein "Typ" Sie sind.

Sie mögen sich fragen, warum denn der Interviewer ein und dieselbe Fragerichtung, nur von verschiedenen Standpunkten aus, einschlägt? Der Grund ist einfach: er möchte sehen, ob sich Ihre Antworten innerhalb eines logischen, konsistenten Rahmens bewegen oder aber eher Ausdruck einer vorgetäuschten Fassade sind.

Zum Beispiel haben Sie möglicherweise einige Fragen früher Ihrem Gesprächspartner berichtet, wie gut Sie mit Kritik umgehen können und daß Sie eine relativ entspannte, positiv eingestellte Person seien. Nun fragt er Sie danach, was Sie nicht mögen. Wenn Sie jetzt damit beginnen, sich in ärgerlichen Geschichten zu ergehen und eine Menge Kritisches über ehemalige Kollegen oder Vorgesetzte auszuplaudern, wird er sich fragen, ob Sie wirklich ein einheitliches Bild von sich selbst wiedergeben.

Die beste Art und Weise, diese Frage zu beantworten, besteht darin, etwas zu kritisieren, worüber sich jeder vernünftige und einigermaßen bewußte Mensch auch aufregen würde.

Zum Beispiel, die Tendenz bei manchen Mitarbeitern, sich vorschnell krank zu melden - und somit ihren Kollegen zusätzliche Arbeit aufzubürden, was sich wiederum negativ auf die Kundenbetreuung auswirken kann. Fügen Sie hinzu, daß solche Dinge Sie zwar nicht übermäßig ärgern - aber Ihnen durchaus auf der Seele liegen können. V.a. ein Rückgang in der Qualität der Kundenbetreuung könnte ja auch zu negativen Verkaufszahlen führen und somit Arbeitsplätze - also die gesamte Firma - gefährden.

 

18. Welche Einstellung hatten Sie gegenüber Ihrem letzten Vorgesetzten?

0 Punkte
Es gab ja in meiner letzten Position weniger Kontakt zu meinem Vorgesetzten, da dieser häufig mit anderen Dingen beschätigt war, als gerade damit, sich um seine Mitarbeiter zu kümmern. Also kann ich dazu gar nicht viel sagen. Grundsätzlich habe ich ihn natürlich respektiert.

1 Punkt
Eine sehr positive! Wir haben uns immer außerordentlich gut verstanden - er hat sehr kompetent in der Firma gewirkt und ich habe keinerlei Schwierigkeiten gehabt, mit ihm klar zu kommen.

2 Punkte
Grundsätzlich komme ich mit Autoritäten gut klar, scheue mich aber auch nicht, einmal berechtigte Kritik zu äußern - kann die aber auch selbst einstecken. Ich bin immer an einem kooperativen, sich gegenseitig wertschätzenden Verhältnis interessiert. So war das auch mit meinem letzten Chef.

3 Punkte
Wir haben uns gut verstanden. Ich habe ihn, was das Professionelle angeht, respektiert und darüberhinaus seine Unterstützung und die Art seiner Mitarbeiterführung sehr geschätzt, v.a. als ich damals in der Firma begonnen hatte.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Wiederum eine relativ vertrackte Frage, manchmal auch direkt im Anschluß an die vorangegangene Frage gestellt.

Wenn Sie jetzt wirklich damit beginnen sollten, Ihren letzten Chef zu kritisieren, werden bei Ihrem Zuhörer die Alarmglocken anfangen zu läuten. Einiges am Inhalt Ihrer Kritik mag ja durchaus zutreffen - vielleicht war er ja tatsächlich ein Sklaventreiber oder inkompetent - aber Ihr Interviewer wird dies nicht beurteilen können. Er kann sich schließlich nur auf Ihr Wort verlassen.

Stattdessen wird er Ärger und Konfrontation auf sich zukommen sehen. Und unbewußt kann sich der Gedanke bei ihm festsetzen, daß er selbst ebenfalls bald das Opfer einer solch kritischen Einstellung werden könnte.

Also - beantworten Sie diese Frage auch auf eine höfliche, eher unverbindliche Art und Weise.

"Wir haben uns gut verstanden. Ich habe ihn, was das Professionelle angeht, respektiert und darüberhinaus seine Unterstützung und die Art seiner Mitarbeiterführung sehr geschätzt, v.a. als ich damals in der Firma begonnen hatte."

 

19. Haben Sie den Eindruck, daß Sie Ihren Kollegen in Ihrem Tätigkeitsfeld sehr viel voraus haben?

0 Punkte
Wenn Sie davon ausgehen, daß ich das von Ihnen erwartete Anforderungsprofil erfülle, hätte ich keine Probleme damit, mich mit jedem Mitbewerber, der sich bei Ihnen vorstellt, zu messen.

1 Punkt
Den Eindruck habe ich selbst nicht unbedingt. Natürlich gibt es noch weitere qualifizierte Bewerber, kann ich mir vorstellen. Aber im Bereich [ABC] kann ich bestimmt im oberen Drittel gut mithalten.

2 Punkte
Eine Bewerbung kann ja immer nur einen relativen Eindruck über die Person, die dahinter steht, vermitteln; aus den bisher von mir angeführten Argumenten, was meine Befähigung und Qualifikation betrifft, brauche ich aber einen solchen Vergleich sicherlich auch nicht zu scheuen.

3 Punkte
Ich denke, da müßten Sie eher meinen Vorgesetzten fragen, um eine korrekte Antwort zu bekommen. Auf jeden Fall, was mich persönlich betrifft, finde ich es nicht hilfreich für mich, solche Vergleiche mit meinen Kollegen anzustellen. Ich möchte mich lieber auf mein eigenes Tätigkeitsfeld konzentrieren - und in dieser Hinsicht bin ich davon überzeugt, daß [ABC]

 

Erläuterung zu dieser Frage

Eine sehr "delikate" Frage. Auf der einen Seite wollen Sie natürlich durchblicken lassen, daß Sie besser als Ihre Mitbewerber sind ("Kollegen"), denn schließlich befinden Sie sich in einer Auswahlsituation - oder warum sonst sollten gerade Sie den Job bekommen?

Auf der anderen Seite möchten Sie nicht eingebildet oder arrogant erscheinen, indem Sie beginnen Ihre Mitbewerber zu kritisieren oder gar abzuwerten. Wenn Sie das tun, werden wiederum die Alarmglocken anfangen zu läuten - "dieser Typ könnte später zu einem ungewissen Faktor innerhalb des Teams werden. Wir sollten lieber vorsichtig sein und ihn noch ein wenig schärfer auf die Probe stellen, bevor wir uns unnötigen Ärger einhandeln."

Wie also können Sie für sich selbst Werbung machen, ohne andere zu kritisieren und den Eindruck eines uneinfühlsamen Hardliners zu machen

Eine gute Möglichkeit ist, die Entgegnung folgendermaßen zu formulieren: "Ich denke, da müßten Sie eher meinen Vorgesetzten fragen, um eine korrekte Antwort zu bekommen. Auf jeden Fall, was mich persönlich betrifft, finde ich es nicht hilfreich für mich, solche Vergleiche mit meinen Kollegen anzustellen. Es würde unsere gute und kooperative Zusammenarbeit, die wir im Team aufgebaut haben, in Frage stellen oder gar zerstören. Ich möchte mich lieber auf mein eigenes Tätigkeitsfeld konzentrieren - und in dieser Hinsicht bin ich davon überzeugt, einen guten Job zu machen, auch für Ihre Firma, denn..."

Auf diese Art und Weise werden Sie nicht nur als jemand erscheinen, der fair ist, sondern der auch - statt unter seinen Kollegen unnötige Rivalität zu säen - die Beziehungen der Teammitglieder untereinander zu fördern und positiv zu beeinflussen weiß. Ein definitives Plus!

 

20. Wie hat sich die allgemeine Einstellung zu Ihrer Arbeit in Ihren vorangegangenen Anstellungen bis heute entwickelt?

0 Punkte
Natürlich kommt man nach und nach in eine gewisse Routine, was nicht heißen soll, daß ich nicht nach wie vor sehr engagiert bin. Wichtig ist sicher eine kontinuierliche Weiterbildung. Wie sieht es denn da bei Ihnen mit Bildungsurlaub aus?

1 Punkt
Früher war ich sicherlich noch nicht so stark eingebunden in die Arbeit. Das hat sich ja bis heute auch allgemein geändert: Es wird mehr von einem erwartet, und dem - glaube ich - bin ich auch bereit, mich anzupassen und entsprechend zu handeln.

2 Punkte
Ich bin nach wie vor sehr engagiert in meinem Job und führe ihn auch noch gerne aus. Vor allem die Möglichkeit, mich im Bereich [ABC] weiter zu entwickeln und dabei unterschiedliche Fertigkeiten einzusetzen, z.B. [ABC] und [ABC], reizen mich besonders. Deswegen interessiere ich mich auch für diese Position.

3 Punkte
Ich denke, daß es zwei weitere, allgemeine Dinge gibt, die ich mir zu eigen gemacht habe. Erstens: wenn man sich über seine eigenen Strategien unsicher ist, sollte man nicht zögern, sich Unterstützung zu holen. Das zweite: es ist immer besser, weniger zu versprechen und mehr einzulösen als umgekehrt - zu viel zu versprechen und dann mit weniger dazustehen.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Bitte nutzen Sie diese Frage wiederum als eine Gelegenheit dazu, Ihre besonderen Fähigkeiten und persönlichen Qualitäten, die Sie in die neue Position einbringen könnten, hervorzuheben. Sie haben jetzt die Chance, geradeheraus Beispiele und Erfahrungen aus Ihren vergangenen Anstellungen zu nutzen, um zu belegen, daß Ihre Fertigkeiten und Talente aktuell und überzeugend sind.

Zusätzlich - wenn die Situation danach ist - beschließen Sie Ihre Antwort, indem Sie folgende allgemeine Anmerkung anfügen. Sie wird von den meisten Interviewern gerne gehört.

"Ich denke, daß es zwei weitere, allgemeine Dinge gibt, die ich mir zu eigen gemacht habe. Erstens: wenn man sich über seine eigenen Strategien unsicher ist, sollte man nicht zögern, sich Unterstützung zu holen. Einige Leute sind der Meinung, es wäre besser, sich zurückzuhalten und sein Gesicht zu wahren - solch eine Einstellung mag ja zutreffen, wenn man z.B. im Freundeskreis während einer Diskussion merkt, daß man über ein Halbwissen nicht hinauskommt. Aber im Arbeitsbereich halte ich das nicht für förderlich. Auch wenn man vielleicht für einen Moment als der Dumme dasteht - man sollte Ungewißheiten offen abklären. Das zweite ist etwas, das ich von meinem ersten Förderer und Lehrer schon an der Schule gelernt habe: es ist immer besser, weniger zu versprechen und mehr einzulösen als umgekehrt - zu viel zu versprechen und dann mit weniger dazustehen."

 

21. Jetzt, wo wir noch ein wenig Zeit haben - könnten Sie uns vielleicht eine kleine Anekdote erzählen?

0 Punkte
Ich war noch nie besonders gut im Geschichten erzählen; aber das gehört ja hier auch wohl nicht zu meinen Aufgaben. Wenn Sie möchten, berichte ich Ihnen gerne ein Ereignis, das sich während [ABC] zugetragen hat...

1 Punkt
Sie möchten die Situation wohl etwas auflockern? Nun, da hätte ich eine schöne kleine Geschichte parat, die in einer Firma spielt, wie der Ihrigen...

2 Punkte
Nun, ich denke, ich habe deutlich gemacht bisher, wie stark ich an dieser Position interessiert bin und daß ich sie auch erfolgreich ausfüllen würde. Mir fällt dazu tatsächlich eine kleine Geschichte ein, die mir neulich pasiert ist, und die noch einmal zeigen könnte, womit mein Interesse begründet ist...

3 Punkte
Das ist eine etwas ungewöhnliche Frage. Könnten Sie mir einen Hinweis geben, worüber oder zu welchem Thema Sie gerne eine Geschichte von mir hören würden? Spontan ist mir allerdings ein Ereignis präsent, das noch nicht lange zurück liegt und eine ungewöhnliche Lösung bei einem schwierigen Problem beschreibt...

 

Erläuterung zu dieser Frage

Diese etwas merkwürdige Frage wird in der letzten Zeit immer beliebter. Was machen Sie, wenn Sie mitten in einem Bewerbungsgespräch aufgefordert werden, eine Geschichte zu erzählen?

Wenn Ihr Gesprächspartner diese Frage stellt - welche Motivation steckt dahinter, und was möchte er gerne von Ihnen hören?

Wenn Sie unmittelbar antworten, sagen wir, mit nur einem kleinen sichtbaren Zögern, um dann zu beginnen: "Es war einmal..." - was wird dann wohl Ihr Interviewer wirklich denken?

"Meine Güte, dieser Mensch ist ja völlig angepaßt. Hier ist er, mitten in einem wichtigen Bewerbungsgespräch, ich bitte ihn, eine Anekdote zu erzählen, und er reagiert wie ein Roboter."

Wenn Ihnen also diese Frage gestellt werden sollte, reagieren Sie nicht zu schnell. Zeigen Sie Ihre leichte Verwunderung und begegnen Sie der Frage, indem Sie zurückfragen.

"Das ist eine etwas ungewöhnliche Frage. Könnten Sie mir einen Hinweis geben, worüber oder zu welchem Thema Sie gerne eine Geschichte von mir hören würden?"

Dann, noch bevor Ihr Gesprächspartner Zeit hat zu antworten, fügen Sie hinzu: "Ich denke aber, ich habe deutlich gemacht, wie stark ich an dieser Position interessiert bin und daß ich sie auch erfolgreich ausfüllen würde. Mir fällt dazu tatsächlich eine kleine Geschichte ein, die mir neulich pasiert ist, und die noch einmal zeigen könnte, womit mein Interesse begründet ist..."

Nun erzählen Sie Ihre kleine Anekdote aus Ihrer Vergangenheit, die Sie in bezug auf die Dinge, die Sie gerne tun, klar in ein positives Licht rückt. Sie sollten diese Geschichte natürlich gründlich im Rahmen Ihrer Vorbereitungen für das Interview eingeübt haben.

Ihr Gesprächspartner wird jetzt doppelt beeindruckt sein. Sie haben sich durch die Frage nicht nur nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern durch Ihre geschickte Art, die Frage zurückzugeben und dann doch zu beantworten, noch einmal die Gelegenheit wahrgenommen, die positiven Aspekte Ihrer Person, die eine erfolgreiche Bewerbung unterstützen, hervorzuheben.

 

22. Sicherlich hat es in Ihrem Leben auch einige Enttäuschungen gegeben. Wie sind Sie damit umgegangen?

0 Punkte
Es gab in der Tat ziemliche Rückschläge, die ich zu verkraften hatte, z.B. als ich vor 5 Jahren einmal arbeitslos war, obwohl ich vorher wirklich das Letzte für die Firma gegeben hatte. Aber ich hatte ja Glück und konnte dann gleich bei [ABC] anfangen!

1 Punkt
Enttäuschungen im Arbeitsbereich gab es eigentlich weniger - privat allerdings schon, worüber ich hier aber nicht so gerne sprechen möchte. Aber ich habe mich wieder hochgerappelt. Man darf ja schließlich nicht aufgeben, und ich bin eher eine Kämpfernatur!

2 Punkte
Sicherlich gibt es immer wieder - sowohl privat als auch beruflich - Rückschläge, die man verkraften muß. Z.B. ist mir einmal passiert, daß [ABC]... Ich habe mich dann - nach einer vorübergehenden Krise - auf meine Qualitäten besonnen und mich auf das Neue konzentriert.

3 Punkte
Ich glaube, ich habe immer eine positive Grundeinstellung bewahrt, auch wenn die Dinge mal schief gelaufen sind. Wichtig war dabei, daß ich in der Lage war, aktiv zu bleiben und mir Unterstützung zu holen - damit habe ich gute Erfahrungen gemacht, die ich auch hier bei Ihnen einbringen könnte.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Hören Sie noch einmal genau hin. Diese Frage bezieht sich nicht auf evtl. Fehlleistungen oder Niederlagen - sondern darauf, was Sie möglicherweise auch Positives aus Ihren Rückschlägen herausholen konnten.

Beginnen Sie jetzt also nicht damit, all Ihre Fehler aufzulisten und zu begründen, warum einiges schief gelaufen ist.

Das interessiert den Interviewer nicht. Hier und Jetzt möchte er herausfinden, ob Sie vom Typ her jemand sind, der aus seinen Fehlern lernen kann oder eher jemand, der nicht merkt, wenn er immer wieder in dieselben negativen Muster verfällt, ohne etwas daran zu ändern.

Diese Frage dient auch dazu, einige Ihrer Charaktereigenschaften zu überprüfen. Sind Sie widerstandsfähig und ausdauernd - der Typ von Mensch, der nicht so schnell aufgibt, auch wenn es immer wieder Rückschläge geben sollte - solange, bis sich doch ein Erfolg einstellt? Außerdem: sind Sie intelligent genug, um aus Ihren Enttäuschungen auch zu lernen, und besitzen Sie den Mut und die persönliche Reife, Ihre vorübergehenden Schwächen einzugestehen, um bei Ihren Vorgesetzten und Supervisoren um Unterstützung nachzufragen, so daß Sie sich verbessern können?

Wenn Sie antworten, versuchen Sie, all diese Aspekte mit in Ihrer Entgegnung zu berücksichtigen.

"Immer wenn ich mit Enttäuschungen konfrontiert bin, versuche ich auch, sie als eine Lernerfahrung zu nutzen. Mir ist bewußt, daß das ein wenig nach einer Standardantwort klingt - aber es trifft auf mich zu. Sehen Sie, in gewisser Weise bin ich wirklich davon überzeugt, daß es so etwas wie "Scheitern" nicht gibt. "Scheitern" bedeutet zunächst einmal nur, daß man keinen Erfolg hatte. Und zwar BIS JETZT keinen Erfolg. Ich erinnere mich daran, wie ich als Kind einen Film über Thomas Edison gesehen habe. Thomas Edison ist glaube ich 9.000 Mal gescheitert, bevor er das Geheimnis des elektrischen Lichts entdeckt hat. Zu jedem Zeitpunkt hätte er aufgeben können - aber das hat er nicht - weil er innerlich wußte, daß er nicht versagt hatte. Er hatte eben den richtigen Weg nur BIS DAHIN noch nicht gefunden!

Ich merke, daß - wenn ich mir diese Geschichte vor Augen halte - dies mir hilft, meine Rückschläge und Enttäuschungen in einen anderen Kontext zu stellen und sich dann nach einiger Zeit eine neue Sichtweise eröffnet. Insofern sind Enttäuschungen nur wirklich dann Enttäuschungen, wenn man sich ihnen als solche hingibt. Wenn man sie aber vom Standpunkt eines Thomas Edison betrachtet, können sie mit zum besten gehören, was einem passieren kann."

 

23. Wie sehen Ihre Gehaltsvorstellungen aus?

0 Punkte
Ich habe mich natürlich vorher erkundigt, was jemand in einer solchen oder ähnlichen Position verdient. Darüber komme ich zu einem Betrag von EURO [ABC], der hoffentlich auch bei Ihnen im Rahmen des Vorstellbaren liegt.

1 Punkt
Wenn ich mir noch einmal vor Augen führe, welche Aufgaben mich erwarten und Sie sich ja sicherlich einen zufriedenen Mitarbeiter wünschen, könnte ich mir vorstellen, daß ein angemessenes Gehalt zwischen EURO [ABC] und EURO [ABC] liegen sollte. Wie denken Sie darüber?

2 Punkte
Ich halte mich für fachlich und inhaltlich kompetent, so daß ich auch von einer entsprechend angemessenen Entlohnung ausgehen darf. Vielleicht können Sie mir selbst zunächst einen Spielraum nennen, den Sie sich vorstellen. Falls ich mit meiner Bewerbung Erfolg haben sollte, würde ich gerne die Gehaltsfrage dann im Detail abklären.

3 Punkte
Um mich an Ihr Unternehmen zu binden darf ich doch von einem angemessenen Gehalt ausgehen, wobei produktivitätsorientierte Erhöhungen von vornherein eingeplant sein sollten. Vielleicht können Sie mir kurz sagen, welche Zahlen Sie für jemanden mit meinem Arbeitshintergrund und meiner Erfahrung im Kopf haben?

 

Erläuterung zu dieser Frage

Dies ist sicherlich eine sehr delikate Frage. Der Interviewer möchte eine konkrete Zahl hören. Geben Sie ihm eine, die zu niedrig ist, wird er denken, daß Sie zu wenig Selbstbewußtsein besitzen; geben Sie ihm eine, die zu hoch angesiedelt ist, können Sie sich evtl. gleich auf den Nachhauseweg machen.

Wenn Sie also versuchen, diese Frage zu beantworten, folgen Sie dieser strukturierten Herangehensweise.

Beginnen Sie Ihre Entgegenung, indem Sie noch einmal die Hauptaufgabengebiete und Verantwortlichkeiten der Position aufzählen. Wenn Sie die einzelnen Punkte auflisten, holen Sie sich die positive Rückmeldung Ihres Gesprächspartners dadurch, daß Sie anfügen: "Ist das so korrekt, oder habe ich noch etwas vergessen?"

Machen Sie dann weiter, indem Sie beschreiben, wie Sie Ihre neue Rolle in bezug auf die Entwicklung und den Gesamterfolg der Firma sehen.

Nachdem Sie dieses positive Bild umrissen haben, fügen Sie folgende Frage an. Diese Frage ist dafür gedacht, die Ausgangsfrage des Interviewers zu beantworten und eine Idee darüber zu erhalten, welche Zahlen er selbst ungefähr im Kopf hat.

"Um mich an Ihr Unternehmen zu binden und um auch das zu erreichen, was ich für möglich halte, darf ich doch von einem angemessenen Gehalt ausgehen, wobei produktivitätsorientierte Erhöhungen von vornherein eingeplant sein sollten. Vielleicht können Sie mir kurz sagen, welche Zahlen Sie für jemanden mit meinem Arbeitshintergrund und meiner Erfahrung im Kopf haben?"

Diese Frage wird Ihren Gesprächspartner veranlassen, eine Aussage zumindest zu dem Spielraum, in dem sich das Gehalt bewegen soll, zu machen.

Sollte dieser Spielraum mit dem von Ihnen erwarteten übereinstimmen, können Sie darauf erwidern, indem Sie bestätigen, "das sind auch ungefähr die Zahlen, die ich mir vorgstellt hatte. Es scheint ja, daß - falls ich mit meiner Bewerbung Erfolg haben sollte - die Gehaltsfrage noch im Detail erörtert werden kann. Aber der Spielraum, den Sie genannt haben, ist denke ich, vernünftig."

Auf diese Art und Weise halten Sie Ihre Antwort flexibel und offen, und Sie laufen nicht Gefahr, sich auf eine konkrete Zahl festzulegen. Außerdem vermeiden Sie, sich selbst möglicherweise unter Wert für eine Stelle anzubieten, die Ihnen noch gar nicht sicher ist.

 

24. Wie kommt es, daß Sie in Ihrem Alter nicht mehr verdienen?

0 Punkte
Ich finde, mit Alter hat das ja nicht unbedingt etwas zu tun, sondern eher mit der Position, die man einnimmt und der Qualifikation, die man hat. Ich kenne viele jüngere, die noch weniger verdienen als ich. Ich hoffe natürlich, daß ich mich hier bei Ihnen verbessern kann, was das Finanzielle angeht.

1 Punkt
Also, ich bin gar nicht der Meinung, daß ich unbedingt zu wenig verdiene. Selbstverständlich ist jede Firma aber auch nur in der Lage, das zu bezahlen, was ihr möglich ist, um rentabel zu bleiben. Und das hat eben auch die Höhe meines bisherigen Verdienstes mitbestimmt.

2 Punkte
Nun, vielleicht darf ich Sie einmal fragen, was Sie glauben, wieviel ich verdienen sollte. Möglicherweise könnte das dann ja die Basis für Ihre eigene Gehaltsofferte an mich darstellen?

3 Punkte
Ich glaube, daß - wenn man als jemand wahrgenommen wird, der gut in seinem Job ist und qualitativ hochwertige Erfahrungen vorweisen kann - daß dann die finanziellen Belohnungen sich automatisch irgendwann einstellen werden. Also habe ich mich in den vergangenen Jahren darauf konzentriert und nicht das Geld zum alleinigen Maßstab werden lassen, einfach nur um kurzfristig mehr verdienen zu können.

 

Erläuterung zu dieser Frage

Wenn Sie mit dieser Frage konfrontiert werden sollten, betrachten Sie sie nicht als eine Kritik an Ihrer Person, auch wenn der Ton der Frage etwas anderes suggerieren sollte.

Drehen Sie die Frage um und benutzen Sie sie, um etwas zu Ihrem Vorteil anbringen zu können:

"Seitdem ich mit meiner Karriere beschäftigt bin, war ich stets davon überzeugt, daß das Wichtigste ist, mich in meinem Arbeitsgebiet weiter zu entwickeln und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Ich glaube, daß - wenn man als jemand wahrgenommen wird, der gut in seinem Job ist und qualitativ hochwertige Erfahrungen vorweisen kann - daß dann die finanziellen Belohnungen sich automatisch irgendwann einstellen werden. Also habe ich mich in den vergangenen Jahren darauf konzentriert und nicht das Geld zum alleinigen Maßstab werden lassen, einfach nur um kurzfristig mehr verdienen zu können."

Sollte allerdings der eine oder andere Interviewer fortfahren, Sie mit dieser Frage unter Druck zu setzen, empfehlen viele Karriereexperten die folgende Reaktion. Begegnen Sie der Frage einfach mit einer Gegenfrage. Fragen Sie Ihren Gesprächspartner: "Nun, vielleicht darf ich Sie einmal fragen, was Sie glauben wieviel ich verdienen sollte. Möglicherweise könnte das dann ja die Basis für Ihre eigene Gehaltsofferte an mich darstellen?"

 

25. Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sagen würde, daß Sie in diesem Interview bis jetzt ziemlich schlecht abgeschnitten haben?

0 Punkte
Das verstehe ich jetzt gar nicht! Ich habe Ihnen doch alle einzelnen Punkte gut belegen können. Ich würde gerne wissen, mit wem Sie mich da eigentlich vergleichen!

1 Punkt
Wenn Sie mir jetzt klar und offen sagen, was Ihnen nicht gefallen hat, dann kann ich auch darauf antworten. Aber so bin ich doch ziemlich irritiert wegen dieser Einschätzung!

2 Punkte
Ich vermute, daß Sie wissen wollen, wie ich auf Kritik reagiere. Was das angeht, bin ich eigentlich nicht besonders empfindlich. Im übrigen würde ich dann aber gerne hören, an welcher Stelle unseres Gespräches Ihnen etwas gefehlt oder nicht gepaßt hat.

3 Punkte
Nun, ich wäre wohl ziemlich überrascht und auch betroffen. Ich habe eine Menge Energie in die Vorbereitung für dieses Gespräch gesteckt - und die von Ihnen ausgeschriebene Position ist für mich sehr attraktiv. Darf ich Sie deswegen fragen, welcher Teil meiner Präsentation in Ihren Augen nicht den Erwartungen, die man stellen kann, entsprochen hat?

 

Erläuterung zu dieser Frage

Halten Sie einen Moment inne, und denken Sie in Ruhe darüber nach, wie Sie reagieren wollen, wenn ein Interviewer wirklich so etwas zu Ihnen sagen sollte.

Würden Sie ungehalten oder ärgerlich sein und aggressiv "zurückschlagen"? Falls dem so sein sollte, sind Sie Ihrem Gegenüber auf den Leim gegangen. Vergegenwärtigen Sie sich die Frage noch einmal, und dieses Mal achten Sie bitte besonders auf das kleine Wörtchen - "wenn".

Ihr Gesprächspartner hat Ihnen nicht mitgeteilt, daß Sie schlecht abgeschnitten hätten, er fragt vielmehr: "Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen sagte, Ihr Bewerbungsgespräch sei schlecht verlaufen."

Mit anderen Worten, er möchte herausfinden, wie Sie auf Kritik reagieren. Im gegenwärtigen Dschungel einer harten Geschäftswelt kommt es häufig vor, daß Leute ihre Contenance verlieren, sich beginnen anzuschreien oder gegenseitig abzuwerten. Ihr Gesprächspartner möchte sich also ein Urteil darüber bilden, wie Sie in solchen Situationen reagieren könnten.

Hören Sie also dieser Frage ruhig zu und fallen Sie nicht auf sie herein. Zeigen Sie Ihrem Gegenüber, wie Sie diese Frage mit Bedacht abwägen, um dann darauf zu antworten:

"Nun, ich wäre wohl ziemlich überrascht und auch betroffen. Ich habe eine Menge Energie in die Vorbereitung für dieses Gespräch gesteckt - und die von Ihnen ausgeschriebene Position ist für mich sehr attraktiv.

Darf ich Sie deswegen fragen, welcher Teil meiner Präsentation in Ihren Augen nicht den Erwartungen, die man stellen kann, entsprochen hat? Wenn Sie diese Punkte für mich etwas verdeutlichen könnten, dann hätte ich Gelegenheit, um einige mögliche Mißverständnisse auszuräumen und klarzustellen. Ich bin überzeugt, daß hier das Problem liegt."

Versuchen Sie, diese Frage in der oben vorgeschlagenen, diplomatischen Weise zu beantworten. Tatsächlich ist der Inhalt Ihrer Antwort bei weitem nicht so wichtig, wie Ihre ursprüngliche emotionale Reaktion.

Sie sind nicht ärgerlich geworden, emotional, aufgebracht, depressiv und haben auch nicht begonnen, sich selbst zu verteidigen. Sie haben Ihrem Gesprächspartner nicht den Fehdehandschuh hingeworfen, trotz seiner offensichtlichen Kritik an Ihrer Leistung - aber Sie haben sich einem Machtkampf entzogen. In Wirklichkeit haben Sie - ohne es zu merken - den eigentlichen Test Ihres Interviewers schon bestanden.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Vorstellungsgespräch!

 
Dipl.-Psych. Volker Drewes
beratung-therapie.de wird beraten durch Dipl.-Psych. Volker Drewes
Psychotherapie-Anfrage Berlin
Therapieplatz-Anfrage: 030/236 386 07

 

Dipl.-Psych. Volker Drewes
Kollwitzstr. 41
10405 Berlin

business@beratung-therapie.de

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