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Trennung / Scheidung

Ängste und Liebe

 

Einleitung zur Trennung / Scheidung

Häufig wird in einer nicht funktionierenden Beziehung mit Trennung oder Scheidung gedroht. Solange die Partner aber noch gegenseitig dabei sind, die Angst des anderen auszubeuten, passiert dies meistens nicht. Oft ist es eine Hauptfunktion des Machtkampfes in der Beziehung (Miller nennt es Zweierterrorismus), diese aufrechtzuerhalten. "Der Zweierterrorismus gehorcht nämlich einem Prinzip, das Sozialtheoretikern, die sich mit Diktaturen und revolutionären Bewegungen befasst haben, seit langem bekannt ist: Terror kann als effiziente Methode bei der Organisation einer Gruppe angewandt werden. Er vermag, Menschen in Schach zu halten, indem er sie ihres Willens beraubt und sie dauerhaft an eine Autorität oder einen Lebensstil bindet" (Miller, 1996, S. 45). In der Liebe ist dies deshalb möglich, da Liebe und Angst sehr eng miteinander verflochten sind.

Wenn Liebe es nicht schafft, uns an eine Person zu binden: die Angst schafft es. Der Zweierterrorismus impliziert eine Außerkraftsetzung des Willens. In vielen Fällen können die Beziehungspartner, die aktiv das Elend des jeweils anderen fördern nicht mehr erkennen, ob die Tatsache, dass sie immer noch zusammen sind noch auf einer freien Entscheidung beruht. Jeder sieht sich als Gefangener des anderen. "Die Vorstellung realer Möglichkeiten, nämlich sich zu trennen oder anders zusammenzuleben, erscheint ihnen wie eine unrealistische Phantasie (dabei mag jeder von ihnen trotzdem viel Zeit mit der Näherung solcher Phantasien verbringen). Diese Einschränkung der Entscheidungsfreiheit ist ein wesentliches Merkmal der meisten, zutiefst gestörten Zweierbeziehungen" (a.a.O., S. 46). Sie ziehen den Zweierterrorismus der drohenden Kälte einer Trennung vor.

 

Folgen des Abbruchs einer Beziehung

Trennungen und insbesondere Scheidungen können ernsthafte Folgen haben. In Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass die geistige und körperliche Gesundheit von Geschiedenen schlechter ist als die Gesundheit von Verheirateten und ebenso schlechter als die Gesundheit von Verwitweten und nicht Verheirateten. Eine Scheidung ist immer eine sehr stressvolle und schmerzhafte Erfahrung. Geschiedene durchlaufen für gewöhnlich einen Trauerprozess und werden in dieser Phase oft mit dem Alleinsein konfrontiert, nachdem man lange mit einem Partner zusammengelebt hat. Gemeinsame Freundschaften können oft nicht aufrechterhalten werden, deshalb müssen neue Kontakte gefunden werden.

Scheidung oder der Abbruch von Beziehungen belastet manche mehr und manche weniger. Menschen, die eine weniger enge Bindung zu ihrem Partner hatten geht es bei Abbruch verhältnismäßig besser; ebenso meistens dem Partner, der die Initiative für die Trennung ergriffen hat. Das gleiche gilt für Menschen, die in ein soziales Netz eingebunden sind oder bereits eine neue zufrieden stellende intime Beziehung haben. Außerdem gibt es bestimmte Persönlichkeitscharakteristiken, die für den Umgang mit Trennungssituationen förderlich sind. Dazu gehören beispielsweise hoher Selbstwert, Unabhängigkeit und Toleranz für Veränderungen.

 

Literaturempfehlungen


 

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Zu den Literaturtipps

 
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