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Kreativitätsprogramm in 6 Schritten

 

Wege kreative Energie freizusetzen: Der Weg zu einem kreativeren Leben. Ein Programm in 6 Schritten

Mit unserem "Kreativitätsprogramm in 6 Schritten" können Sie sich systematisch selbst von zu Hause aus eine neue, kreativere Handlungsweise aneignen. Die einzelnen Anleitungen sind leicht nachvollziehbar. Sie können dabei die 6 Schritte nacheinander ausprobieren - nehmen Sie sich dafür z.B. jeweils eine Woche Zeit, um die Wirkung zur Entfaltung bringen zu können.

Die theoretische Einführung des Programmes erhalten Sie kostenlos. Folgende Inhalte erwarten Sie in Teil 1 bis 6:

  • Teil 1: Erwecken kreativer Energie
  • Teil 2: Konservieren kreativer Energie
  • Teil 3: Aufmerksamkeit kontrollieren
  • Teil 4: Integrieren in die Persönlichkeit
  • Teil 5: Anwenden kreativer Energie
  • Teil 6: Brainstorming / Flexibel denken
 

Kreativitätsprogramm in 6 Schritten

kostenlos

 

Das Kreativitätsprogramm ist für Menschen geeignet, die eine Erweiterung ihres Handlungsspielraumes erleben möchten, die sich selbst tiefer erkennen und erfahren wollen und an einer Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit interessiert sind. Es eignet sich nicht für Menschen, die sich in einer stark belastenden Lebenskrise befinden oder unter schweren psychischen Problemen leiden.

"I am enough of an artist to draw freely upon my imagination. Imagination is more important than knowledge. Knowledge is limited. Imagination encircles the world." - Albert Einstein

 

Kostenlose theoretische Einführung

Was ist Kreativität?
Kreativität bezeichnet die Fähigkeit, neue Dinge zu erschaffen, die in irgendeiner Weise Sinn und Nutzen haben. Kreativität ist eine zentrale Sinn- und Motivationsquelle des menschlichen Lebens. Menschen kommen durch Kreativität dem Ideal des erfüllten Lebens näher. Auf jeden Fall ist Kreativität eine Bereicherung des Lebens.

Die längste Zeit der Menschheitsgeschichte galt die Kreativität als eine Fähigkeit, die ausschließlich höheren Wesen vorbehalten war. Kreativität beschränkte sich auf die göttliche Schöpfung. Der Mensch war höchstens ausführende Kraft.

Doch das Blatt hat sich gewendet. Menschen gelten heute als die eigentlichen Schöpfer und die Götter als Ausgeburten ihrer Phantasie. Heute steht der Mensch nicht mehr hilflos vor der Erklärung der Welt. Die Entstehung der Welt und ihre Weiterentwicklung ist nicht mehr an die Kreativität der Götter geknüpft, sondern die Zukunft ist untrennbar an die menschliche Kreativität gebunden. "Kreativität ist das kulturelle Gegenstück zum genetischen Veränderungsprozeß, der die biologische Evolution bewirkt" (Csikszentmihalyi, 1997, S. 17).

Es gibt unterschiedliche Formen kreativ zu sein. Es gibt brillante Personen, die durch originelle Einfälle glänzen, persönlich kreative Menschen, die kreative Energie für eine ausfüllendere Gestaltung ihres Lebens oder Berufes nutzen, und es gibt Menschen, die mit ihrem kreativen Potential einen bedeutenden Beitrag zur bestehenden Kultur leisten.

Im Sinne der kulturellen Kreativität lässt sie sich so definieren:

"Kreativität ist jede Handlung, Idee oder Sache, die eine bestehende Domäne verändert oder eine neue Domäne begründet" (a.a.O., S. 48). (Mit Domäne ist ein bestimmtes Interessengebiet gemeint, wie z.B. die Domäne der Musik.)

 

Kreativitätsprogramm in 6 Schritten

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Wofür man Kreativität braucht

Die meisten Menschen verbinden Kreativität automatisch mit den Künsten. Doch Kreativität beschränkt sich nicht auf Malerei, Musik und Schauspielerei, sondern ist überall da notwendig, wo es darum geht, neue Lösungen und neue Ideen zu entwickeln.

Dazu gehören ebenso der Bereich der Produktentwicklung, die Gestaltung der Wohnung oder das Lösen von konkreten Problemstellungen, ob privat oder im Beruf.

Kann jeder Mensch kreativ sein?

Doch ist Kreativität nun eine Begabung, eine Technik oder eine Fähigkeit und etwas, was nur manche Menschen besitzen? Viele Menschen halten sich für nicht-kreativ, doch alle Menschen haben das Potential, kreativ zu sein.

"Ich glaube nicht, dass Kreativität die Gabe einer guten Fee ist. Ich glaube, sie ist eine Fertigkeit, die wie Auto fahren geübt und gelernt werden kann. Wir halten die Kreativität nur für eine Gabe, weil wir uns nie bemüht haben, sie als Fertigkeit zu üben." (Edward de Bono)

Unterschiedlich ist nur der Grad der Ausprägung des kreativen Potentials und der Bereich, der einer Person besonders liegt (z.B. nicht jeder Mensch ist musikalisch, dafür aber vielleicht begabt in Mathematik).

Wie ist Kreativität möglich?

Allein die Fähigkeit zur Kreativität hat noch niemanden zum Genie gemacht.

Zunächst einmal erfordert Kreativität überschüssige Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource: Die Zahl der Dinge, die man gleichzeitig beachten kann, ist begrenzt. Ist man von den Lebensanforderungen völlig in Anspruch genommen, bleibt keine Aufmerksamkeit mehr für den kreativen Schaffensprozess. Ist man beispielsweise hungrig, ist alle mentale Energie darauf gerichtet, dieses Bedürfnis zu stillen.

Das bedeutet, um kreativ tätig zu werden, muss man ausreichend "überschüssige" Aufmerksamkeit zur Verfügung haben (was das weit verbreitete Klischee des "leidenden Künstlers" relativiert).

Doch es ist noch nicht ausreichend, einen Beitrag zur kulturellen Kreativität zu leisten, indem man kreative Ideen und viel Energie produziert. Ebenso spielen viele äußere Faktoren eine Rolle, wie beispielsweise, ob man überhaupt Zugang zu den Informationen und Mitteln eines bestimmten Bereichs hat (z. B. Zugang zu einem Labor), oder ob man durch einen bestimmten Kreis, der Einfluss in diesem Bereich hat, gefördert wird oder die nötige Anerkennung nicht erhält.

Zusammengefasst entsteht kulturelle Kreativität aus der Interaktion von 3 Elementen:

  • einer Kultur oder einer Domäne (z.B. die Domäne der Musik), die bestimmte Regeln umfasst und dem Zugang zu diesem Bereich
  • einer Einzelperson, die etwas Neues in diese Domäne einbringt
  • Akzeptanz und Unterstützung der Fachleute eines Bereiches

Alle drei Komponenten sind die Voraussetzung dafür, dass aus einer kreativen Idee auch die Möglichkeit erwächst, sie in die Tat umsetzen zu können. Darüber hinaus braucht kulturelle Kreativität ein empfängliches Publikum. Nur andere können entscheiden, ob der eigene Anspruch, kreativ zu sein, gerechtfertigt ist.

Außerdem kann man eine bestimmte Domäne erst ändern und so seinen Beitrag zur kulturellen Kreativität leisten, wenn man die Regeln der Domäne genau kennt, was wiederum mit viel Mühe und Anstrengung verbunden ist und als Voraussetzung wiederum Zugang zu den notwendigen Informationen und Hilfsmitteln bedeutet.

Und häufig ist entscheidend dafür, ob man die Möglichkeit bekommt einen Beitrag zur kulturellen Kreativität zu leisten, eine gehörige Portion Glück: Sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

 

Kreativitätsprogramm in 6 Schritten

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Die kreative Persönlichkeit

Ein Hauptmerkmal der kreativen Persönlichkeit (und was sie von anderen Menschen unterscheidet) ist die Komplexität. Damit ist gemeint, dass diese Menschen Denk- und Handlungstendenzen zeigen, die bei den meisten anderen getrennt sind.

Die kreative Persönlichkeit zeichnet aus, dass sie antagonistische Tendenzen vereint bzw. integriert. "Kreative Menschen vereinen widersprüchliche Extreme in sich - sie bilden keine individuelle "Einheit", sondern eine individuelle "Vielheit"" (Csikszentmihalyi, 1997, S.89).

In jedem Menschen sind diese Eigenschaften angelegt. Meistens wird jedoch nur ein Pol des Gegensatzpaares gefördert (So lernen wir beispielsweise die aggressive, wettbewerbsorientierte Seite zu fördern und lassen dabei unsere Fähigkeit zur Kooperation verkümmern).

Bei einem kreativen Menschen ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er beide Seiten ausgebildet hat. "Eine komplexe Persönlichkeit ist in der Lage, die volle Bandbreite von Eigenschaften zum Ausdruck zu bringen, die als Möglichkeiten im menschlichen Repertoire vorhanden sind, aber in der Regel verkümmern, weil wir den einen oder anderen Pol für "gut" bzw. "schlecht" halten." (a.a.O., S. 88)

Kreative Menschen erleben beide Extreme mit derselben Intensität, ohne dass sie in einen inneren Konflikt geraten.

Jeder Mensch hat kreative Energie, doch diese muss auch gefördert werden um nicht zu verkümmern.

Ein weiteres entscheidendes Merkmal der kreativen Persönlichkeit ist, dass sie ihre Aufmerksamkeit so steuern kann, dass sie - wenn es notwendig ist (z.B. wenn neue Ideen gesucht werden)- offen und empfänglich ist und - wenn es darauf ankommt (z.B. bei der Umsetzung der neuen Idee) - fokussiert und zielgerichtet handelt.

Oft wirken kreative Menschen auf andere wie Sonderlinge. Der Hauptgrund hierfür ist, dass sie ihre Aufmerksamkeit so auf ihr Fachgebiet konzentrieren, dass sie im Alltag teilweise bizarr wirkende Gewohnheiten annehmen, die ihnen aber wiederum ermöglichen, so wenig wie möglich Aufmerksamkeit für die Dinge des Alltags abziehen zu müssen (z.B. Einstein trug fast immer dieselben Kleidungsstücke, um so wenig Aufmerksamkeit wie möglich für die Kleiderfrage abziehen zu müssen).

Der kreative Prozess

Traditionell (nach Graham Wallas) wird der kreative Prozess als Abfolge von fünf Phasen gesehen.

  1. Vorbereitungsphase: Bewusste oder unbewusste Auseinandersetzung mit problematischen Fragen, weil sie Interesse und Neugier geweckt haben.
  2. Inkubations- oder Reifungsphase: Ideen geraten unterhalb der Schwelle der bewussten Wahrnehmung in heftige Bewegung. Ungewöhnliche Verknüpfungen sind in dieser Phase besonders häufig. Während der bewussten Bearbeitung eines Problems verarbeitet man Informationen auf lineare, logische Weise, während in der Phase, in der die Gedanken "im Kopf herumschwirren" neue und unerwartete Kombinationen entstehen können.
  3. Die Einsichtsphase bzw. das "Aha-Erlebnis": Die Teile des Puzzles ergeben plötzlich ein Ganzes. Eine Struktur wird erkannt.
  4. Bewertungsphase: Handelt es sich um eine wertvolle und lohnende Einsicht? In dieser Phase sind Zweifel und Unsicherheit oft am größten. Hier gewinnen dann auch die verinnerlichten Kriterien der Domäne und die Meinung der Experten an Bedeutung. Es stellt sich die Frage, ob die Idee wirklich neu ist.
  5. Ausarbeitungsphase: Sie erfordert die meiste Zeit und größte Anstrengung. (Edison: Kreativität besteht zu 1% aus Inspiration und 99% aus Transpiration).

Nimmt man dieses klassische analytische Gerüst zu wörtlich, liefert es ein stark verzerrtes Bild des kreativen Prozesses. Selbstverständlich muss man die Abfolge nicht strikt in dieser Reihenfolge einhalten: Beispielsweise wird auch der Ausarbeitungsprozess durch neue Erkenntnisse unterbrochen. Der kreative Prozess ist nicht linear, sondern geht immer wieder zurück und durchläuft viele Wiederholungen. So kann z.B. die Inkubationsphase von ein paar Stunden bis hin zu Jahren dauern. Die kreative Einsicht umfasst eine tiefe Einsicht, oder viele kleinere.

"Als Darwin die volle Bedeutung seiner Theorie erkannte, war das weit mehr als eine Augenblickserkenntnis; die Komponenten waren zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Vergangenheit in seinem Denken aufgetaucht und hatten sich ganz allmählich miteinander verbunden. Es war ein gewaltiges "Aha!", das sich im Laufe eines ganzen Lebens aufgebaut hatte und sich aus dem Chor vieler kleiner "Heurekas!" zusammensetzte" (Csikszentmihalyi, 1997, S. 120).

Anleitung zu mehr persönlicher Kreativität

Um von der persönlichen Kreativität zu einem Beitrag zur kulturellen Kreativität zu gelangen braucht es Talent, Training und viel Glück. Der Zugang zur Domäne muss möglich sein, und dazu muss man noch die Anerkennung des Feldes erlangen, sonst gibt es keine Aussicht auf Erfolg. Doch warum gleich zu den Sternen greifen? Schon die Förderung der persönlichen Kreativität ist eine Bereicherung und gestaltet das Alltagsleben lebendiger.

Jeder Mensch verfügt potentiell über ein Reservoir an psychischer Energie, das ausreichend ist für ein kreatives Leben. Ausschlaggebend ist, wie viel "ungebundene" Energie der einzelne noch übrig hat, um sich mit etwas neuem auseinanderzusetzen, denn die Zahl der Dinge, die man gleichzeitig beachten kann, ist begrenzt.

"Damit wir kreative Energie freisetzen können, müssen wir loslassen können und einen Teil der Aufmerksamkeit von den voraussagbaren Zielen abziehen, die von Genen und Menen in unsere Köpfe programmiert wurden, und diese Aufmerksamkeit statt dessen benutzen, um die uns umgebende Welt um ihrer selbst willen zu erforschen" (Csiksentmihalyi, 1997, S. 492).

Wer lernt, im Alltagsleben kreativ zu sein, wird sehr wahrscheinlich nicht die Welt verändern und in die Geschichtsbücher eingehen, doch selber wird man die Welt anders erleben.

 

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Dipl.-Psych. Volker Drewes
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