“Der “Glä­ser­ne Pati­ent” im Gesund­heits­we­sen”

Anfang der 80er Jah­re habe ich mit mei­ner psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Tätig­keit begon­nen. Schon damals (und erst recht damals) war die psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Behand­lung Vor­ur­tei­len und nega­ti­ven Bewer­tun­gen aus­ge­setzt. Ich erin­ne­re mich, dass vor allem von beam­te­ten Pati­en­ten der Wunsch geäu­ßert wur­de, pri­vat zu bezah­len, um nicht mit ihren per­sön­li­chen Daten in irgend­ei­nem Sys­tem zu lan­den, das die­se Infor­ma­tio­nen zu eige­nen Zwe­cken wei­ter­ver­ar­bei­ten …

“Wor­auf läßt sich die unter­schied­li­che Inten­si­tät unse­rer Emo­tio­nen zurück­füh­ren? #Spi­no­za 7 Teil 1”

Wir beschäf­ti­gen uns mit der Fra­ge, wor­auf die Stär­ke von Emo­tio­nen zurück­zu­füh­ren ist und wel­che Kon­se­quen­zen dies für unser Ver­hal­ten hat.

Fort­set­zung des Kapi­tels:

Über die Macht der Erkennt­nis, oder die mensch­li­che Frei­heit

Fünf­ter Lehr­satz

Der Affekt gegen ein Ding, das wir uns schlecht­hin vor­stel­len, also weder als not­wen­dig noch als mög­lich noch als zufäl­lig, ist, bei sonst glei­chen

“Über das Selbst #2”

Um den Begriff des „Selbst“ zu ver­ste­hen, kön­nen wir ihn auch von zusam­men­ge­setz­ten Begrif­fen, in denen das Wort „Selbst“ vor­kommt, abgren­zen:

Bei­spie­le sind:

1. Das „Selbst-Konzept“: Ein Kon­zept des eige­nen Selbst hat man, wenn man Ideen dar­über ent­wi­ckelt, wer man ist und wenn man wie­der­keh­ren­de Ver­hal­tens­wei­sen erwirbt, die zu einem selbst „pas­sen“ – oder

2. Das „Selbst-Ideal“: Hier ent­wi­ckelt man …

“Es gibt kei­ne Tren­nung zwi­schen Kör­per und Geist. #Spi­no­za 6”

Kom­men wir zum Vier­ten Lehr­satz in unse­rer Rei­he “Hil­fe zur Selbst­hil­fe nach Spi­no­za”. Hier wird noch ein­mal fest­ge­stellt, dass sowohl die “Kör­per­erre­gun­gen” — in der Wis­sen­schaft spre­chen wir heu­te auch von psy­cho­phy­sio­lo­gi­schen Emo­ti­ons­mus­tern — als auch die Affek­te und die damit ver­knüpf­ten Gedan­ken ein und dem­sel­ben Prin­zip unter­lie­gen und man somit das eine nicht erwäh­nen kann ohne auf das ande­re …

“Über das Selbst #1”

Benut­zen wir nicht alle ab und an Begrif­fe wie „Selbst­be­wusst­sein“, „Selbst­ver­wirk­li­chung“ oder ein­fach nur das Wort „Selbst“, z.B. in der Auf­for­de­rung „Bleib du selbst!“? Aber was ist eigent­lich mit die­sem Begriff gemeint? Was genau ist denn eigent­lich die­ses „Selbst“, über das wir manch­mal nach­den­ken oder das wir desöf­te­ren und „selbst“-verständlich her­bei­be­mü­hen?

Oft ist es ja ein­fa­cher zunächst ein­mal zu defi­nie­ren, …

“Wie kön­nen wir nega­ti­ve Affek­te bzw. Gefüh­le über­win­den? #Spi­no­za 5”

In sei­nem drit­ten Lehr­satz beschäf­tigt Sich Spi­no­za mit der Fra­ge, was genau nega­ti­ve Gefüh­le auf­recht erhält, wie die­se Affek­te mit unse­ren Gedan­ken bzw. geis­ti­gen Vor­stel­lun­gen ver­bun­den sind und schließ­lich, wie wir die­se nega­ti­ven Affek­te über­win­den kön­nen.

Dabei ist die Klar­heit und Ein­fach­heit sei­ner The­se und die Begrün­dung her­aus­ra­gend — manch­mal ist es eben wirk­lich so, dass das Schwie­ri­ge in sei­nem …

“Angst und Begeg­nung”

Isa­bel zu Pierre in Mel­vil­les Roman “Pierre oder die Dop­pel­deu­tig­kei­ten”

Es ist nur so, wenn Men­schen sich wei­gern, das Unge­wöhn­li­che in man­chen Per­so­nen anzu­er­ken­nen und auch die Umstän­de, die sie umge­ben, dass dann fal­sche Vor­stel­lun­gen genährt wer­den, und ihre Gefüh­le ver­letzt wur­den.

(It is only when peop­le refu­se to admit the uncom­mon­ness of  some per­sons  and the cir­cum­s­tan­ces sur­roun­ding them, …

“Coro­na und die Tabui­sie­rung des Genera­tio­nen­kon­flik­tes”

In die­sem Bei­trag möch­te ich die The­se auf­stel­len, dass es im Zusam­men­hang mit der Corona-Krise ein tabui­sier­tes The­ma gibt, wodurch eine kla­re­re Ein­schät­zung und auch Bewäl­ti­gung der Lage ver­hin­dert wird. Die­ses Tabu besteht in dem Ver­bot, sich über ethisch-moralische Kon­se­quen­zen in Bezug auf einen vor­lie­gen­den Genera­tio­nen­kon­flikt offen aus­zu­tau­schen und auch mit allen gesell­schaft­lich rele­van­ten Grup­pen öffent­lich zu dis­ku­tie­ren. 

Hin­ter­grund ist, dass von …

“Zur Lösung alter Trau­ma­ta und fal­scher Abhän­gig­kei­ten. #Spi­no­za 4”

In sei­nem zwei­ten Lehr­satz weist Spi­no­za zunächst auf die Macht unse­rer Gedan­ken hin, sei­en sie nun posi­ti­ver oder nega­ti­ver Art. Wenn die­se Gedan­ken mit einer äuße­ren Ursa­che ver­knüpft wer­den, so fol­gen dar­aus bestimm­te Emo­tio­nen oder Gefüh­le bzw. Kör­per­emp­fin­dun­gen. So führt z.B. der Gedan­ke, dass man sich nach einer zurück­lie­gen­den Demü­ti­gung (= äuße­re Ursa­che) nicht weh­ren konn­te (“Ich war schwach und …

“Coro­na und Ver­schwö­rungs­theo­rien (Her­kunft des Virus)”

Es ist nach­voll­zieh­bar, dass sich um das Coro­na Virus inzwi­schen vie­le Ver­schwö­rungs­theo­rien ran­ken. Denn immer dann, wenn der Mensch sich mit star­ker Unsi­cher­heit von Außen bedroht fühlt, neigt er dazu, ein­fa­che Erklä­run­gen her­an­zu­zie­hen, um ein Gefühl von Sicher­heit zu bekom­men. Eine Ver­schwö­rungs­theo­rie ist immer dann “attrak­tiv”, wenn man damit eige­ne Ängs­te, nega­ti­ve Emo­tio­nen oder Gefüh­le der Min­der­wer­tig­keit, des Nicht-Dazugehörens, der …

Der psychologische Gedanke