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Gestalttherapie/Gestaltpsychotherapie

Motivationsprozess

 

Einleitung zur Gestalttherapie

Gestalttherapie ist eine von Frederik Perls entwickelte Form der Therapie, die von der Gestaltpsychologie beeinflusst ist. Sie ist der Humanistischen Psychologie zuzuordnen. Perls vertritt die Annahme, dass der Mensch verantwortlich für sein Handeln ist und darüber hinaus fähig dazu, sein eigenes, positives Potential zu erschließen.

Im therapeutischen Prozess werden emotionale Erlebnisse der Gegenwart, die noch nicht abgeschlossen sind, bearbeitet und oft der Bezug zu Erlebnissen der Vergangenheit gesucht (die so genannte "Vollendung der Gestalt").

 

Das Grundwesen des Menschen

Die von der Gestalttherapie vertretene Auffassung des Menschen wird traditionell "die humanistische Auffassung" genannt. Sie unterstreicht, als humanistische Therapieform, dass jeder Mensch ein einzigartiges Individuum ist. Diese Einzigartigkeit ist Ergebnis der speziellen subjektiven Handlungsweise eines Menschen.

Frederik Perls (1969): "Ich persönlich glaube, dass Objektivität nicht existiert. Die Objektivität der Wissenschaft ist lediglich eine Sache gegenseitiger Übereinkünfte" (Perls in: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 28).

Perls sagt weiter, dass der Mensch die Wirklichkeit nur durch die speziellen Sinnesorgane, mit denen er ausgestattet ist, wahrnehmen kann. Durch die spezielle Beschaffenheit dieser Organe wird unvermeidlich die Reichweite und Qualität der Eindrücke beeinflusst. Was "wirklich" ist, bleibt nach Perls Spekulation. Die einzige Realität, die dem Menschen zur Verfügung steht, ist die innerhalb der eigenen Person wahrgenommene. In der Gestalttherapie wird dieses Konzept vom Wesen der Realität so umgesetzt, dass dem subjektiven Leben ein hoher Wert zugewiesen wird. Dies wird erreicht durch die Konzentration auf das Hier-und-Jetzt.

Da der Mensch die Welt durch seine Körperempfindungen wahrnimmt, ist die beste Möglichkeit für ihn, den Kontakt zur Welt aufrechtzuerhalten, in dem er einen kontinuierlichen Kontakt zu seinen Körperempfindungen herstellt.

Daraus resultiert, dass der Therapeut sich nicht von so genannten objektiven Wahrnehmungen von seinem Klienten täuschen lassen soll.

Die Gestalttherapie sieht den Menschen als einzigartig in seiner eigenen Konstellation des Seins. Dabei hat jede Person auch Anteil an den allen Menschen gemeinsamen Lebensprozessen. Aus Sicht der Gestalttherapie sind die bedeutsamen gemeinsamen Prozesse Motivation, Erleben und Bewusstheit.

 

Das Prozess-Konzept

Die Gestalttherapie ist eine Prozesstheorie des Menschen. Als Prozesstheorie kommt es ihr weniger auf das "Warum" eines Verhaltens an, als vielmehr auf das "Wie". Der Schwerpunkt liegt mehr auf Gesetzmäßigkeiten, die die Funktion des Verhaltens betreffen.

Die prozessorientierten Theorien beschreiben den Menschen vorwiegend mit bewegungsorientierten Begriffen, wie "austauschen", "wachsen", "entfalten", "fließen" etc.. Die Begriffe definieren keine zu erreichenden Kriterien, sondern legen einen Bezug zur Leistungsfähigkeit des Funktionierens der Person, was seine Selbstentfaltung angeht.

Es geht den prozessorientierten Theorien darum, wie sich Gefühle verändern (es geht nicht um Input oder Output , sondern vielmehr um das, was dazwischen geschieht). "In räumlichen Begriffen: dem Prozess geht es um das Wie von Bewegung, nicht um das Wohin. In zeitlichen Begriffen: der Prozess ist eine strikte Sache des "Jetzt", nicht eine des "Dann" oder "Wann" (Cochrane/ Holloway, 1982, S. 30).

Jeder Prozess hat seine eigene innere Gesetzmäßigkeit. Es können keine Regeln von außen über den Prozess aufgestellt werden, sondern es heißt, die eigene Gesetzmäßigkeit des jeweiligen Prozesses aufzudecken. Die einen Prozess betreffende Frage ist, ob irgend etwas in irgendeiner Weise den natürlichen Ablauf des Prozesses behindert.

 

Motivationsprozess

Der Motivationsprozess des Menschen besteht aus seiner Tendenz, sich selbst verwirklichen zu wollen (sich selbst zu erfüllen). "Leben ist wachsen, ein kontinuierlicher, nichtendender, offener Prozess. Der Mensch ist zu Konstruktivität geschaffen; das schließt das Werden ebenso ein wie das Sein. Der Mensch ist niemals vollständig in dem Sinne, eine endgültige Identität zu haben. Jedes Stück Verwirklichung seiner Möglichkeiten wird zu einer neuen Basis, von der aus er wächst und sich selbst weiterhin wahrnimmt" (Cochrane/ Holloway, 1982, S. 30).

Perls versteht den menschlichen Organismus als ein System, das sich in einem Gleichgewichtszustand befindet. Entsteht ein Ungleichgewicht, wird dies als Bedürfnis, das Gleichgewicht wiederherzustellen, wahrgenommen.

Perls beschreibt den Vorgang sehr einfach: "Von innen heraus taucht irgendeine Figur auf, tritt an die Oberfläche und geht dann in die Außenwelt, streckt sich nach dem aus, was wir wollen, und kommt zurück, assimiliert und nimmt auf. Etwas anderes kommt heraus, und derselbe Vorgang wiederholt sich" (Perls IN: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 31).

Diese Figuren sind die so genannten Gestalten. Eine gute Gestalt ist diejenige, die das Feld so beherrscht, dass sie die Ressourcen vereint, bis sie eine klare und vereinheitlichte Gestalt abgeben.

Gestalten können Wahrnehmungs- oder motorische Qualität haben. Verhalten wird durch erlebtes Ungleichgewicht auf der Wahrnehmungs- und Bewegungsebene organisiert. Das Erleben des Ungleichgewichtes ermöglicht dem Menschen, sich mit Dingen zu befassen, die seine Bedürfnisse befriedigen (indem es das Gleichgewicht wiederherstellt). Ist die Befriedigung eines dominierenden Bedürfnisses abgeschlossen, tritt ein neues in den Vordergrund.

Perls sieht die Gesamtrichtung allen Lebens nicht erhaltungsorientiert, sondern vielmehr orientiert an der Selbstverwirklichung. "Jedes Individuum, jede Pflanze, jedes Tier hat nur ein angeborenes Ziel - sich selbst zu verwirklichen" (Perls IN: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 32). Hat ein Mensch sich vollkommen selbst verwirklicht, nennt Perls dies Reife (maturity). Diese Reifung ist nie vollständig abgeschlossen. Es ist ein ständig fortschreitender Prozess. Es gibt immer eine Möglichkeit, noch größere Reife zu erlangen.

Nach Perls Einschätzung schöpfen die meisten Menschen nur circa 5-15% ihres Potentials aus. Würden die Menschen ihr eigenes Wachsen zulassen, würden große Möglichkeiten daraus entstehen.

 

Erlebensprozess

Allen Menschen gemeinsam ist auch der Erlebensprozess. "Mit Erleben ist das unmittelbare Registrieren des Organismus von allem, was von Augenblick zu Augenblick in ihm und um ihn herum geschieht, gemeint" (Cochrane/ Holloway, 1982, S. 32).

Es gibt nach Perls zwei Systeme, durch die der Mensch in Verbindung mit der Welt steht:

  1. Das sensorische, das den Orientierungs- und den Tastsinn enthält und das dazu dient, den Menschen in Berührung mit der Welt zu bringen.
  2. Das motorische System, welches das Aktionssystem ist, durch das der Mensch etwas in der Welt tut.

Die Ereignisse der Wahrnehmung und der Bewegung kommen im menschlichen Organismus in Form von Gestalten zum Ausdruck (d.h. es treten Figuren in Erscheinung). "Die Gestalt ist die letztendliche Erlebenseinheit. Sie ist das, was phänomenologisch erfahren wird. Gestalten können nicht analysiert oder auseinander genommen werden" (a.a.O., S. 33).

Erleben ist der Prozess, durch den der Mensch Botschaften von ablaufenden Ereignissen erhält, die in ihm selbst und auch in seiner Umgebung stattfinden.

 

Bewusstheit

Ein dritter, allen Menschen gemeinsamer Hauptprozess, ist der der Bewusstheit des Erlebens. Für Perls ist Bewusstheit ein so fundamentales Phänomen, dass er vorschlägt, es neben Ausdehnung und Dauer als dritte Dimension der Materie zu betrachten. Bewusstheit bezeichnet die Symbolisierung des Erlebens auf der Bewusstseinsebene. Sie muss nicht unbedingt verbal sein. Der Bewusstheit steht das Erleben jederzeit zur Verfügung, ohne verleugnende oder verzerrende Verteidigungsmaßnahmen.

In der Gestalttherapie ist die Bewusstheit der Schlüssel zu einer gesunden Funktion des menschlichen Organismus. "Bewusstheit ist der Prozess einer wachen Aufmerksamkeit für das Erleben. Bewusstheit umfasst sowohl die Aufmerksamkeit für das Selbst, in Form von Bedürfnissen, als auch die Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt hinsichtlich der Mittel zur Erfüllung der Bedürfnisse. Bewusstheit wie auch Bewusstsein helfen dem Organismus, seine Bedürfnisse zu finden, indem sie seinen Austausch mit der Welt koordinieren" (Cochrane/ Holloway, 1982, S. 34). In einem gesunden Leben geht die Bewusstheit einher mit dem normalen Verhalten. Perls definiert Bewusstheit als eine permanente Aufmerksamkeit für das, was vor sich geht. Bewusstheit ist für Perls notwendig, um nach dem gesunden Gestaltprinzip arbeiten zu können, das besagt, dass immer die wichtigste unabgeschlossene Situation in Erscheinung tritt, damit man mit ihr fertig werden kann (sie erledigen bzw. bearbeiten kann).

 

Das Selbst und "die Ganze Person"

Dabei ist noch der Begriff des Selbst zu klären. "Für Perls ist das Selbst ein bloßer Bezugspunkt oder Indikator dessen, wer etwas tut, eine Art, diesen Menschen von jenem oder anderen zu unterscheiden" (Cochrane/ Holloway, 1982, S. 34). Es ist das Zentrum der Person, von dem aus er mit der Welt arbeitet und sie verarbeitet. Alles was geschieht sofort aufzunehmen, bedeutet zentriert zu sein. Dieses Zentrum zu erreichen, d.h. in seinem Selbst verankert zu sein, ist für Perls der höchste Zustand, den ein Mensch erreichen kann (Aufmerksamkeit für das eigene Erleben= Zentriertheit).

Es gibt also zusammenfassend vier Charakteristika der Gestalttherapie: Einzigartigkeit, Aktualisierung, Erleben und Bewusstheit. Sind diese Charakteristika bei einer Person in der idealen Form vorhanden, erzeugen sie einen erfüllten Menschen. Dieser Typ wird als die "ganze Person" (whole person) bezeichnet, jemand bei dem Aufmerksamkeit und Bewusstheit vollständig integriert sind.

 

Nichterfüllung

Nichterfüllung bezeichnet Perls auch als Fehlangepasstheit. Fehlangepasstheit definiert er als eine Wachstumsstörung, die sich auf das Versagen des menschlichen Organismus zur Reifung bezieht. Ein Mensch reift, wenn er fähig ist, sich in problematischen Situationen selber zu helfen. Eine ausweglose Situation entsteht dann, wenn äußerer Beistand und eigene innere Hilfe nicht mehr zur Verfügung stehen und die Fähigkeit zur wirklichen Selbsthilfe noch nicht erreicht wurde.

Ein fehlangepasster Mensch ist unfähig, seine eigenen Ressourcen zu mobilisieren. Perls bezeichnet dies als Löcher in der Persönlichkeit. "Die Löcher sind die fehlenden Teile seines Selbst, deren er sich entfremdet und die er der Welt überlassen hat" (Cochrane/ Holloway, 1982, S. 36). Dieses Nicht-Sehen der eigenen Ressourcen zeigt darüber hinaus eine Blockade in der Entwicklung der Bewusstheit. Nach Perls gibt es vier hauptsächliche Arten, wie Menschen Bewusstheit blockieren:

  1. Die Retroflektion: der Mensch bekämpft Wünsche, Impulse und Verhalten oder zögert es heraus. Dies endet in unfertigem Verhalten. Die Impulse werden gegen das eigene Selbst bzw. den eigenen Körper gerichtet (z.B. "Kratzen", "mit den Fingern spielen")
  2. Die Desensibilisierung von Sinnes- und Körperbotschaften, d.h. der Mensch wird unempfindlicher gegen Botschaften des Körpers und der Sinne (z.B. durch Rauschmittel, unhinterfragte "Gewohnheiten").
  3. Die unbewusste Einbeziehung fremder Anschauungen und Motive (Introjektion) und dem was sie tun "sollten" (z.B. "Man spricht nicht laut bei Tisch!")
  4. Die Projektion von Erwartungen, Beurteilungen usw. auf andere Personen. Sie ist vielleicht die wichtigste (z.B.: Man ist selbst neidisch auf das größere Auto des Nachbarn und unterstellt ihm nun, er wäre neidisch auf die eigene neue Garage.)

Wird die Bewusstheit von einem dieser Schemata blockiert, handelt der Mensch nicht mehr nach Bedürfnissen, die in seinem eigenen Organismus verankert sind. Solche Menschen versuchen weniger sich selber mit ihren eigenen Bedürfnissen, sondern vielmehr ein Konzept dessen, was sie glauben sein zu müssen, zu verwirklichen.

Im Falle von Fehlangepasstheit ist also das Erleben der Person nicht der Bewusstheit zugänglich gemacht. Etwas außerhalb des Menschen wurde eine führende Rolle überlassen und die eigene Bewertung in den Hintergrund gedrängt bzw. abgestellt. Der Kontrollpunkt des Menschen ist nicht mehr in ihm selber, sondern von außen gesetzt. "Der Bewusstheitsprozess ist versperrt und blockiert. Eine fehlangepasste Person handelt nur aufgrund von Teildaten, die ihr potentiell zur Verfügung stehen. Weil sie in ihrer Wahrnehmung eingeschränkt ist, sind ihre Verhaltensmöglichkeiten begrenzt" (a.a.O., S. 37).

 

Wiederherstellung von Erfüllung

Perls (1969) bemerkte folgendes über das Ziel der Gestalttherapie:

"Worauf wir aus sind, ist das Reifen der Person, die Blockaden zu beseitigen, die eine Person daran hindern, auf eigenen Füßen zu stehen. Wir versuchen, ihr beim Übergang von äußerer Unterstützung zur Selbsthilfe zu helfen" (Perls IN: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 38).

Weiter bemerkt er: "Das, was wir in der Therapie zu tun versuchen, ist, die enteigneten Teile der Persönlichkeit Schritt für Schritt wiedereinzuverleiben, bis die Person genügend stark ist, das eigene Wachsen selbst in die Hand zu nehmen" (a.a.O., S. 38).

In anderen Worten bedeutet dies, dass die Gestalttherapie als Ziel formuliert, die Aufmerksamkeit und die Bewusstheit der Person wieder zu integrieren und somit dem Prozess der Bedürfniserfüllung wieder seinen freien Lauf zu lassen. Ein weiteres Ziel der Gestalttherapie ist es, die eigene Problemlösefähigkeit des Patienten zu fördern. So ist eine wichtige Aufgabe des Therapeuten, zu bestimmen, unter welchen Bedingungen der Patient seine Problemlösefähigkeit am besten entfalten kann. Der Therapeut löst nicht unmittelbar das Problem, sondern arbeitet daran, die Prozesse freizulegen, durch die der Patient seine eigenen Probleme lösen und sich selbst helfen kann. Der Therapeut hilft dem Patienten, die Barrieren, die seine Bewusstheit blockieren, zu überwinden.

 

Bedingungen für die Therapie

In der Darstellung der Gestalttherapie von Cochrane und Holloway beschreiben sie sechs Bedingungen, die für das Gelingen der Therapie gewährleistet sein müssen. Dabei betonen sie, dass es ihre eigenen Schlussfolgerungen (die Betonung liegt auf Folgerungen) sind, die sie aus Perls Ausführungen gezogen haben.

  1. Eine notwendige Bedingung der Therapie ist nach Perls (1969), dass die Therapie sich innerhalb des persönlichen Bereiches des Patienten befindet. Der Patient muss bereit sein zu arbeiten. Diese Bedingung bezeichnet er als Bereitwilligkeit" (Goodwill).
  2. Der Therapeut muss Verantwortung für seinen Beitrag an der Beziehung übernehmen. Seine Kommunikation mit dem Patienten muss bewusst, verantwortlich und direkt sein. Perls beschreibt es folgend: "...Ich will meine Position abklären. Ich bin nur für mich selbst verantwortlich und für niemanden sonst. Ich trage keine Verantwortung für irgend jemand von euch - ihr seid für euch selbst verantwortlich" (Perls IN: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 39-40).
     
    Die Forderung, dass der Therapeut selbst eine bewusste Person sein muss, hat Perls mit Nachdruck vertreten. Ist er keine bewusste Person, besteht die Gefahr, dass er seine eigenen Neurosen mit dem Patienten durchspielt, oder aber ein Helfershelfer in dem manipulativen Spiel des Patienten wird.
  3. Der Therapeut muss fähig sein, die gesamte Kommunikation (d.h. nicht nur die verbal und bewusst geäußerte) des Patienten wahrzunehmen. Perls sagt dazu: "Verbale Kommunikation ist normalerweise Lüge. Die wahre Kommunikation findet hinter den Worten statt. So höre also nicht auf Worte, sondern höre auf das, was die Stimme dir sagt, was die Bewegungen dir sagen, was die Körperhaltung dir sagt, was der Gesamteindruck dir sagt ..." (Perls IN: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 40).
     
    Diese so gewonnenen Informationen muss der Therapeut dem Patienten zurückmelden, damit sie ihm bewusst werden.
  4. Die Funktion des Therapeuten besteht daraus, dass er dem Patienten dabei hilft, sich desgegenwärtigen Verhaltens bewusst zu werden. Es geht um die Bewusstheit des Hier-und-Jetzt.
  5. "Die Interventionen des Therapeuten müssen die Erweiterung des Anspruchs des Patienten auf Verantwortung für sein eigenes Leben bewirken" (a.a.O., S. 40). Um das zu realisieren, muss der Therapeut eine Situation schaffen, in der die Person wachsen kann. Mittel dazu ist, den Patienten in einer solchen Weise zu frustrieren, dass er gezwungen ist sein eigenes Potential zu entwickeln. Er muss in der Therapie erkennen, dass das, was er vom Therapeuten erwartet, auch von ihm selber geleistet werden kann.
  6. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Therapeut sich in seiner Intervention mit Interpretationen zurückhält. Das wichtigste Ziel ist, dass der Patient sein Erleben dem Bewusstsein zugänglich macht. Perls sagt dazu: "Je mehr du dich von Interventionen zurückhältst, und davon, dem Patienten zu sagen, wie er ist oder wie er fühlt, desto mehr Chancen gibst du ihm, sich selbst aufzudecken und nicht irregeleitet zu werden von deinen Konzepten und Projektionen" (Perls in: Cochrane/ Holloway, 1982, S. 41).
 

Literaturempfehlungen


 

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Zu den Literaturtipps

 
[ggl horiz]
Dipl.-Psych. Volker Drewes
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