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Burnout? - Wege zum Glück!B. Russell über das Glück |

Ein Gastbeitrag von Nina Rosin
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RUSSELL, 1977, S. 14: "Zum allergrößten Teil aber ist meine heutige Gemütsverfassung einer immer geringeren Beschäftigung mit mir selbst zu verdanken."
Bertrand Russell (1872-1970) hat in einfachen Worten versucht, einige notwendige Bedingungen für das "Glücklichsein" zu beschreiben: seine "Wege zum Glück". Auch wenn seine Art und Weise dies zu tun manchmal etwas altertümlich erscheinen mag, kann man damit vielleicht mehr anfangen, als mit komplizierten fachpsychologischen Theorien. Er stellt also "für das Glück" folgende Regeln auf:
Galt ursprünglich das Burn-out Syndrom als ein Phänomen für Arbeitnehmer in sozialen Berufen, sind mittlerweile auch andere Sparten betroffen, wie Studien der Krankenkassen belegen. Insbesondere Manager, leitende Angestellte und zunehmend auch Selbstständige sowie Freiberufler erkranken an dem Burn-out Syndrom. Damit es jedoch erst gar nicht dazu kommt, sollten vorbeugende Maßnahmen ergriffen bzw. die zahlreichen Angebote der Krankenkassen genutzt werden, wenn ein Burn-out Syndrom bereits vorliegt.
Häufig beginnt es völlig harmlos. Vor allem Existenzgründer und Selbstständige sind voller Tatendrang, Kreativität und Pläne am Anfang ihrer Karriere und möchten möglichst schnell ihre Vorstellungen umsetzen. Demzufolge sind lange Arbeitstage die Regel und auch die Wochenenden werden nicht zur Erholung, sondern für Arbeit genutzt.
Bei allem Einsatz für das Unternehmen ist es jedoch erforderlich einige wesentliche Aspekte zu beachten, damit ein Burn-out Syndrom (Ausbrennen) dauerhaft verhindert werden kann. So sollte auf jeden Fall ein Ruhetag in der Woche möglich sein, auch wenn noch weitere Termine anstehen. Darüber hinaus empfiehlt es sich die Erreichbarkeit auf ein Minimum zu reduziert und für einen ausreichenden Schlaf zu sorgen.
Neben einer gesunden Ernährung sowie einem kontrollierten Alkoholkonsum ist der Kontakt zu Freunden und Zeit mit der Familie besonders wichtig. Aber auch auf Bewegung beispielsweise in Form von Joggen oder ausgedehnten Spaziergängen sollte nicht verzichtet werden. Ruhe- und Entspannungsphasen gelten als maßgebliche Schutzmaßnahmen, damit ein Burn-out Syndrom vorgebeugt werden kann. Denn auch ein Selbstständiger muss lernen, dass es ein erfülltes Leben ohne ständiges Streben nach Perfektion und ohne Leistungsdruck gibt.
Kommt es dennoch nach einer längeren Zeit der Euphorie zu ersten Erschöpfungszuständen, dann sollte nicht explizit der Hausarzt aufgesucht werden, sondern vielmehr die Krankenkasse. Dabei spielt es keine Rolle ob gesetzlich, privat oder freiwillig versichert, da derzeit alle Krankenversicherungstarife für Selbstständige umfassende Präventionsangebote beinhalten. Diese reichen von Sportangeboten über Kurse zur aktiven Entspannung bis hin zu Kuren in Spezialkliniken in besonders akuten Fällen.
Auf keinen Fall sollten die Angebote der Krankenkassen aus falscher Scham abgelehnt werden. Ganz im Gegenteil, da alle vorbeugenden wie auch heilenden Maßnahmen exakt auf diese besondere Problematik abgestimmt sind. So erhält der Selbstständige praktische Hilfen und Anregungen für den Alltag damit das drohende Burn-out Syndrom mit all seinen negativen Begleiterscheinungen zu denen körperliche oder geistige Einschränkungen und Depressionen zählen rechtzeitig Einhalt geboten werden kann.
Wie ernst die Krankenkassen den zunehmenden Anstieg von Burn-out Erkrankungen auch bei Selbstständigen nehmen, wird durch die Übernahme eines Großteils der Kosten für die jeweils entsprechenden Maßnahmen verdeutlicht. Darüber hinaus sind auch immer mehr alternative Entspannungs-und Heilmethoden wie zum Beispiel Akupunktur oder chinesische Bewegungstherapie in den Maßnahme-Katalogen der Krankenkassen zu finden.
Dipl.-Psych. Volker Drewes
Psychologischer Psychotherapeut · Berlin
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